Trotz Kritik: Zwanziger denkt nicht an Rücktritt

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Denkt nicht an Rücktritt: DFB-Präsident Zwanziger

Frankfurt am Main - DFB-Präsident Theo Zwanziger denkt trotz der heftigen Kritik an seinem Krisenmanagement und seinen Entscheidungen rund um den neuen Schiedsrichter-Skandal nicht an Rücktritt.

Frankfurt/Main (SID) - DFB-Präsident Theo Zwanziger denkt trotz der heftigen Kritik an seinem Krisenmanagement und seinen Entscheidungen rund um den neuen Schiedsrichter-Skandal nicht an Rücktritt. "Wir hatten in den vergangenen Jahren schon schwierige Situationen zu meistern, da bringt mich die aktuelle Lage auch nicht aus der Ruhe. Wir werden auch das meistern", sagte der Chef des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) der Sport Bild.

Zuletzt hatten die vom früheren Schiedsrichter-Obmann Manfred Amerell ins Rollen gebrachte Steueraffäre um die Unparteiischen, die immer neuen Wendungen im nicht enden wollenden Streit zwischen dem DFB und Amerell sowie der interne Machtkampf beim Verband zwischen Zwanziger und Vizepräsident Rainer Koch harsche Kritk an der DFB-Spitze um Zwanziger hervorgerufen.

Der DFB-Boss wurde in der Öffentlichkeit bereits als Problem-Präsident bezeichnet, der in seinem Verband nur Abnicker und Ja-Sager um sich versammelt habe. Zudem werden die angeblich zahlreichen Fehler, die sich Zwanziger in seiner Präsidentschaft erlaubt hat, aufgelistet.

Verständnis für die Kritik, vor allem für die aus den eigenen Reihen, kann Zwanziger nicht aufbringen. "Ich würde mir wünschen, dass diejenigen, die sagen, ich würde zu viel alleine machen, mir Arbeit abnehmen würden", sagte der 66-Jährige. Die Diskussion über die Steueraffäre hält er für überzogen: "Wir haben es hier mit Unzulänglichkeiten einiger Personen zu tun. Und diese sorgen - gepaart mit einer gewissen Hektik in der Öffentlichkeit - eben für ein wenig Durcheinander. Dass es zu solchen Situationen kommt, daran kann ich generell nichts ändern. Ich muss und kann damit leben."

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