Techniktraining

Schwimmtechnik: Lernen Sie das Wasser neu kennen!

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Im Wettkampf geht es eng zu, daher sollte man im Freiwasser üben.

Die Schwimmstrecke stellt für viele Triathleten die Achillesferse dar. Für viele Athleten bereitet bereits das Schwimmen im offenen Wasser große Probleme, ohne dass es dabei auch noch um Zeiten oder Geschwindigkeit geht. Daher sollte man das dringend trainieren.

Vor allem die eben schon geschilderten Energieverluste aufgrund schlechter Techniken gilt es zu vermeiden. Sie sollten beim Schwimmtraining nicht einfach Kilometer um Kilometer sammeln, sondern gezielt an Ihren Schwächen arbeiten. Dabei kommt es weniger auf die Quantität des Trainings, als vielmehr auf konzentriertes Training mit einer effektiven Verbesserung der Technik, an3. Oftmals gehen Trainer dabei vom aktuellen Stand eines Sportlers aus und versuchen, einzelne Fehler und Probleme zu verbessern. Gerade wenn Sie zu den schwächeren Schwimmern gehören kann es aber hilfreich sein, die Schwimmtechnik komplett neu zu erlernen. Die „Total Immersion SwimmingTM“ ist eine solche Methode, mit der das Kraulschwimmen verbessert werden soll. Es wird versucht durch einen strikten Aufbau den Bewegungsablauf in Einzelteile zu zerlegen und diese wieder zur gewünschten Gesamtbewegung zusammenzusetzen. Dabei werden die 3 Kernelemente Wasserlage, Atmung und Rotation als Einzelbestandteile in Ihr Training integriert. 

3 wichtige wichtige Trainingstipps fürs Schwimmen

1. Flach wie ein Brett: Ihre Wasserlage Je tiefer Sie in das Wasser eintauchen, desto größer wird der Widerstand den Ihr Körper im Wasser erzeugt. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass Sie einen geringeren Wasserwiderstand zu überwinden haben, wenn Ihr Körper möglichst flach im Wasser liegt. Wenn Sie Ihren Oberkörper also flach auf dem Wasser halten können, ist das bereits eine erste wichtige Verbesserung hin zu einer besseren Kraultechnik. 

2. Drehen Sie Ihren Körper zur Luft Vor allem das richtige Atmen breitet vielen Schwimmern Schwierigkeiten. Oft ist zu beobachten, dass der Kopf aus dem Wasser gehoben und dabei nach vorne gedreht wird. Besser ist es, wenn Sie Ihren Körper rotieren lassen. Dabei drehen Sie sich um die eigene Achse, hin zur Wasseroberfläche und atmen dort ein. 

3. Um die eigene Achse rotieren Sie verlängern Ihre Zuglänge, wenn Sie den gestreckten Arm samt der gestreckten Schulter durch eine Körperrotation unterstützen. Dabei drehen Sie sich um die Längsachse, die Sie sich von Kopf zu den Füßen vorstellen können. Je nach Geschwindigkeit müssen Sie die Weite der Rotation anpassen, da bei hohen Geschwindigkeiten weniger Zeit für die Drehung bleibt. 

Eine taktisch gute Ausgangsposition sichern

Wenn Sie diese Techniktipps ausprobieren, sollten Sie eher eine ruhigere Gangart einlegen. Trainieren Sie nur mit niedriger Intensität und achten Sie vor allem auf die korrekte Ausführung. Beherrschen Sie aber nach und nach alle Feinheiten des Kraulstils, geht es auch um das Verbessern Ihrer Leistungsfähigkeit. Vor allem beim Kurzstreckentriathlon ist die Tempohärte ein wichtiger Bestandteil des Wettkampfes, wenn es darum geht sich eine taktisch gute Ausgansposition zu sichern. Sie trainieren das am besten, indem Sie im Training regelmäßig Serien über kurze Distanzen schwimmen. Auf der Langdistanz hingegen ist es besonders wichtig, ein gleichmäßiges Tempo aufrecht erhalten zu können. Das Ziel erreichen Sie am besten, wenn Sie längere Serien von 100 bis 400 m Länge absolvieren. Dabei sollten Sie darauf achten, dass Sie die Geschwindigkeit nicht reduzieren, wenn Sie ans Ende einer Serie kommen! Sind Sie Triathloneinsteiger sollten Sie wiederum andere Prioritäten setzen. Es geht bei Ihnen vor allem darum, möglichst ohne Probleme durchzukommen und dabei so ausgeruht wie möglich auf die Radstrecke zu gehen. Sie sollten sich realistisch einschätzen und sich im hinteren Teil des Startfeldes einordnen. So geraten Sie nicht in die gefürchtete Waschmaschine, wenn die schnellen Sportler Körper an Körper kämpfen. Für Ihr Training sollten Sie beherzigen, dass Sie auch im Freiwasser üben, denn Wellengang und Strömungen sind Bedingungen, die Sie im Schwimmbad nicht vorfinden. 

Lesen Sie auch Teil 1 und 2:

Schwimmen im Triathlon

Von Auftrieb und Wasserdruck

Literatur: 

1. International Journal of Sports Medicine, 2006, 27, S. 43-48. 

2. Triathlon Training, 2008, 6, S. 14-17. 

3. International Journal of Sports Medicine, 2010, Bd. 31, 1, S. 16-21.

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