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Wettkämpfe am Morgen - So kommen Sie in Fahrt

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So bringen Sie auch Morgens Höchstleistungen auf dem Tennisplatz

Frühe Medenspiele: So verschlafen Sie nicht – Tipps und Tricks besonders für Langschläfer, um auch am frühen Morgen ein gutes Spiel abzuliefern!

Wird in Deutschland Tennis in einer Klasse unterhalb der 1. Verbandsliga gespielt, so sind 90 % aller Spiele sonntags um 09.00 Uhr morgens. Eine Uhrzeit, die viele Spieler verärgert und auf dem Platz vor Probleme stellt. Besonders sogenannte „Morgenmuffel“ kommen zu der Uhrzeit einfach nicht in die Gänge und sind körperlich nicht in der Lage, sich sportlich zu betätigen. Aber auch als Morgenmuffel können Sie einiges machen, um den Wettkampf nicht zu verschlafen. Ein paar einfache Tipps und Tricks lassen auch Langschläfer morgens früh Höchstleistungen bringen.

Bei Medenspielen muss die Mannschaft, egal ob die Heim- oder Auswärtsmannschaft, 15 Minuten vor Spielbeginn auf der Anlage sein. Ist das Spiel morgens um 09.00 Uhr, so müssen beide Teams vollständig um 08.45 Uhr vor Ort sein. Besonders für die Mannschaften, die ein Auswärtsspiel haben, bedeutet dies, früh aufstehen. Wenn Sie in höheren Klassen spielen und Pech haben, müssen Sie mit Ihrem Team schon einmal eine weitere Strecke zurücklegen, so dass Sie um 07.30 vom Treffpunkt aus losfahren müssen. Viele Spieler packen am Vorabend ihre Tasche und stehen eine halbe Stunde vor Treffpunkt auf. Schnell fertigmachen, unterwegs frühstücken und los geht’s. Klingt gut und bedeutet, frühestens um 07.00 aufstehen, für den Körper und die eigene Leistungsfähigkeit ist dies jedoch genau das Falsche.

 

Den Körper rechtzeitig auf Temperatur bringen

Wichtig ist, dass Sie vor dem Spiel Ihren Körper und besonders den Kreislauf in Schwung bringen. Das heißt zunächst, früh aufstehen. Nehmen Sie sich Zeit, vernünftig und ausgiebig zu frühstücken. Was genau wird später noch genauer thematisiert. Versuchen Sie, sich vor dem Match warm zu spielen. Sollten Sie dafür organisatorisch keine Zeit haben, versuchen Sie zumindest eine Viertelstunde leicht und locker joggen zu gehen, damit Ihr Kreislauf in Schwung kommt. Des Weiteren sollten Sie, wenn Sie keine Möglichkeit haben, sich vorab warm zu spielen, das Einschlagen mit dem Gegner für sich nutzen. Versuchen Sie sich hier von Anfang an außergewöhnlich viel zu bewegen, damit spätestens hier der Körper warm wird und in Schwung kommt. Sie können natürlich taktisch auch immer versuchen, das Einspielen mit dem Gegner in die Länge zu ziehen. Sie sollten sich hierbei nicht verausgaben, aber achten Sie darauf, sich wirklich intensiv zu bewegen. Machen Sie Sidesteps oder umlaufen Sie einfach mal Vor- und Rückhand, damit der Laufweg etwas weiter ist.

 

Reichhaltig frühstücken und viel trinken

Wie zuvor schon erwähnt, ist ein ausgiebiges und reichhaltiges Frühstück sehr wichtig. Geben Sie Ihrem Körper ausreichend Energie, um das Tennismatch und gegebenenfalls das nachfolgende Doppel zu bewältigen. Reichhaltig heißt, dass Sie ausreichend Kohlenhydrate zu sich nehmen sollten. Wenn Sie Rührei oder Spiegelei essen, mögen Sie davon vielleicht kurzfristig satt werden, aber auf dem Platz kann Ihnen die nötige Kraft fehlen. Idealerweise nehmen Sie eine Portion Müsli zu sich und essen einen Obstsalat mit Quark. Es spricht auch nichts gegen Eier, kombinieren Sie diese dann aber mit dunklem Brot. Auch wenn es nicht sehr sportlich klingt, aber ein Schokoladenriegel vor dem Match macht die Energiespeicher voll. Ein weiterer wichtiger Punkt ist der, vorab ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Das bedeutet, dass Sie direkt nach dem Aufstehen anfangen sollten, Wasser oder auch frischen Orangensaft zu trinken. Nur Kaffee reicht nicht aus. Trinken Sie auch, wenn Sie keinen Durst verspüren, Ihr Körper wird es Ihnen während des Matches danken.

 

Die Vorbereitung fängt etwas früher an – Beim Schlafrhythmus

Die meisten Medenspiele in den genannten Ligen und Klassen sind sonntags. Wenn das Spiel um 09.00 Uhr morgens ist, empfiehlt es sich natürlich, früh genug ins Bett zu gehen, damit das Schlafdefizit nicht zu hoch ist. Achten Sie dabei auch auf Ihren Schlafrhythmus. Wenn Sie den Samstag nutzen, um einmal richtig auszuschlafen, können Sie in der Regel das frühe Schlafengehen am Samstagabend vergessen. Denn wahrscheinlich werden Sie so früh dann nicht schlafen können und hängen am nächsten Morgen in den Seilen. Achten Sie also darauf, einen Tag vor dem Spiel nicht allzu spät aufzustehen. Das heißt nicht, dass Sie auch da um 07.00 Uhr aufstehen sollen, aber 09.00-09.30 Uhr sollten Sie als Grenze anpeilen.

 

Fazit

Keiner spielt gerne Sonntag morgens um 09.00 Uhr, dennoch gilt es sich, darauf einzustellen und den Spieltermin akzeptieren. Viele Spieler verschlafen den ersten Satz oder manchmal auch das ganze Match auf dem Platz, weil sie körperlich einfach nicht ins Spiel kommen. Diese Tatsache kann jedoch mit ein paar einfachen Tipps und Tricks verhindert werden. Rechtzeitiges Aufstehen, damit der Körper und der Kreislauf genügend Zeit haben, in Schwung zu kommen, ist dabei unabdinglich. Das Frühstück sollte zudem reichhaltig und ausgewogen sein. Achten Sie darauf, dass Sie nicht zu schwere Kost zu sich nehmen, ansonsten kann sich das negativ auf die körperlichen Bedingungen auf dem Platz auswirken. Es sollte auch darauf geachtet werden, den Schlafrhythmus einen Tag zuvor anzupassen. Das heißt, es soll vermieden werden, 11-12 Stunden am Stück zu schlafen. Überzeugen Sie darüber hinaus Ihre Mannschaftsmitglieder, sich morgens vor dem Spiel eine halbe Stunde einzuschlagen. So können Sie Körper und Kreislauf schon auf Temperatur bringen und gehen mit einem ganz anderen Gefühl in das bevorstehende Match.

 

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Markus Czerner

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