Rittner lässt sich nicht in die Karten schauen

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Rittner lässt sich nicht in die Karten schauen

Stuttgart - Drei Tage vor der Fed-Cup-Begegnung zwischen Deutschland und Titelverteidiger Tschechien in Stuttgart versucht sich Barbara Rittner noch immer als Geheimniskrämerin.

Stuttgart (SID) - Drei Tage vor der Fed-Cup-Begegnung zwischen Deutschland und Titelverteidiger Tschechien in Stuttgart versucht sich Barbara Rittner noch immer als Geheimniskrämerin. Die Teamchefin der deutschen Tennis-Damen lässt sich im Aufstellungspoker nicht in die Karten schauen. "Ich will erst weitere Trainingseindrücke sammeln, bevor ich verrate, wer das zweite Einzel spielt", sagte Rittner.

Julia Görges (Bad Oldeslohe) und Angelique Kerber (Kiel) liegen "ganz nah beisammen". Einzig Sabine Lisickis Rolle in Abwesenheit der verletzten Andrea Petkovic ist klar. Die Wimbledon-Halbfinalistin aus Berlin soll als neue Nummer eins ihr Team zur großen Überraschung gegen die Tschechinnen und ins Halbfinale führen.

Selbstvertrauen haben die Damen des Deutschen Tennis Bundes (DTB) genug, jedoch mit Petra Kvitova auch eine starke Gegnerin. Die Wimbledonsiegerin und Weltranglistenzweite gab sich beim Fußball-Tennis in der Stuttgarter Arena locker. Im Gespräch betonte die 21-Jährige zwar ihren Respekt vor dem DTB-Team, Selbstzweifel sind ihr jedoch völlig fremd. "Sie ist zurecht die Nummer zwei, spielt konstant und will das Spiel dominieren", erklärte Lisicki die Stärken ihrer Kontrahentin im Gespräch mit dem SID.

Angst vor großen Namen kennt die deutsche Spitzenspielerin allerdings nicht: "Ich habe die Waffen, sie zu schlagen." Die ganze Mannschaft spielt mit den Tschechinnen auf Augenhöhe, obwohl Zugpferd Petkovic ihre Kolleginnen mit angeschlagenem Rücken nur von der Bank aus unterstützen kann. "Wenn einiges zusammenkommt, können wir jeden Gegner schlagen - auch ohne Andy", sagte Rittner.

Die Teamchefin glaubt fest an die Chance auf den ersten Halbfinaleinzug seit 1995: "Bisher weiß ich zwar nur, dass wir eine Fahrstuhlmannschaft sind. Seitdem ich den Job hier mache, ging es nur rauf und runter. Aber ich weiß auch, dass die Qualität noch nie so hoch war." Das gilt für alle drei Einzelspieler und Anna-Lena Grönefeld im Doppel. Die Wimbledonsiegerin im Mixed von 2009 ist gesetzt und wartet noch auf ihre Doppelpartnerin.

Deutschland und Tschechien hatten zuletzt in der ersten Runde der Weltgruppe 2010 gegeneinander gespielt, damals verlor die deutsche Mannschaft in Brünn mit 2:3. Die seinerzeit 22-jährige Petkovic war erstmals als deutsche Nummer eins angetreten, hatte aber beide Einzel verloren.

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