Lexikon des Kampfsports

Von "Innere Kampfkünste" bis "Kyu"

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Der zweite Teil des Kampfsport-Lexikons präsentiert die Buchstaben I bis K

Lexikon des Kampfsports I-K Im Lexikon des Kampfsports stellt der Kampfsportexperte von www.trainingsworld.de Vahab Yektapour Tabrizi die wichtigsten Fachbegriffe für diverse Kampfsportarten und Kampfkünste vor. Der zweite von insgesamt drei Teilen präsentiert die Buchstaben von I bis K.

Kampfsport ist der Sammelbegriff für verschiedene Kampfstile aus verschiedenen Ländern, bei denen keine Schusswaffen verwendet werden. Beim Kampfsport gibt es vorgeschriebene Regeln, die von den Sportlern eingehalten werden müssen. Zu den bekanntesten Kampfsportarten in Europa gehören Boxen, Karate, Kickboxen, Judo und Ringen. Um bestimmte Regeln verstehen zu können, muss man sich zunächst mit einigen Fachbegriffen auseinandersetzen. Im 2. Teil des 3-teiligen Lexikons stellt trainingsworld die wichtigsten Begriffe von I-K vor.

(Lesen Sie hier: Lexikon des Kampfsports Teil 1: Von Atemi bis Hebel)

  

I

Innere Kampfkünste

Der Begriff "Innere Kampfkünste" bezeichnet mehrere Stile in der chinesischen Kampfkunst. Der bekannteste Stil ist der Taijiquan Stil.

 

J

Jeet Kune Do

Jeet Kune Do ist eine Kampfkunst oder ein Selbstverteidigungssystem, welches durch den bekannten Kampfsportler und Philosophen Bruce Lee entwickelt wurde. Ursprünglich wurde dieses System Jun Fan Gung genannt. Heute ist es sehr schwierig, diese Kampfkunst in der ursprünglichen Form zu erlernen, da der Vater von Jeet Kune Do nicht mehr lebt.

 

K

Kali

Kali ist eine Kampfkunst, die auf den Philippinen entwickelt wurde. Diese Kampfkunst wird nicht trainiert, um Gesundheit und Leben zu zerstören, sondern um das eigene Leben und das Leben von Familie und Freunden zu schützen. Erlernt man diese Kampfkunst, so lernt man, den Gegner immer als benachteiligt anzusehen, ganz unabhängig davon, in welcher Situation man sich befindet. Es ist die Kunst, mit einem einfachen Stock einen Gegner mit Schwert oder Waffe zu besiegen.

 

Kamae

In den japanischen Kampfkünsten wird Kamae als Ausgangstellung oder auch Grundhaltung des Kämpfers bezeichnet. Aus dieser Haltung heraus kann der Gegner angreifen aber auch sehr gut reagieren. Diese Stellung muss jahrelang trainiert werden.

 

Kata

Kata ist ein Begriff in den japanischen Kampfkünsten. Es bezeichnet einen Kampf gegen einen oder mehrere imaginäre Gegner. Festgesetzte Bewegungsabfolgen wie z. B. Angriffe und Abwehr werden hintereinander ausgeführt und immer weiter trainiert.

 

Katana

Ursprünglich ist ein Katana ein japanisches Schwert, welches früher hergestellt wurde. Heute ist das Wort die allgemeine Bezeichnung für "Schwert".

 

Keikogi

Keikogi ist der allgemeine Oberbegriff der japanischen Kampfkünste für Trainingsbekleidung. Keikogi werden in den Budo Disziplinen wie Karate, Judo, Jiu Jitsu, Kendo, Aikido und Laido verwendet.

 

Kenjutsu

Kenjutsu bedeutet "Schwertkünste". Es wird oft für die Schwertschulen als Oberbegriff oder Titel verwendet. Aus Kenjutsu entstand auch das moderne Kendo. Kenjutsu ist aber auch für sich eine Schwertkampfkunst, die man heute noch erlernen kann.

 

Kettenfauststoß

Ein Kettenfauststoß ist eine Selbstverteidigungstechnik, bei der von der Mittellinie des Körpers ausgehend in schneller Abfolge Fauststöße beider Hände erfolgen. Trainierte können 140-mal pro Minute schlagen.

 

Ki

Ki (auch bekannt als Chi und in Korea bekannt als Gi) ist die Lebensenergie. Es kann auch als Luft und Atmosphäre bezeichnet werden.

 

Kiai

Kiai ist ein Kampfschrei, der während eines Schlags oder Trittes ausgestoßen wird. Das Wort setzt sich zusammen aus Ki (Energie) und ai (Einheit). Der Kiai kann selbst als Angriff angesehen werden, denn dadurch kann der Gegner eingeschüchtert und verwirrt werden. Der Kiai wird aus dem Diaphragma (Zwerchfellmuskel) ausgestoßen und ist sehr effektiv.

 

Kihon

Kihon ist japanisch und bedeutet "Basis". Gemeint sind meistens Grundtechniken, die man in den Katas wiederfindet.

 

K.O.

in vielen Ringsportarten ist das K.O. (Knock Out) eine Gewinnbedingung. Ist ein Kämpfer außerstande, innerhalb einer vorgegebenen Zeit vom Fußboden aufzustehen, wird das als K.O. bezeichnet. Ist der Kämpfer verletzt, kann der Kampfrichter einen technischen K.O. erklären, damit ist der Kampf gegen den Verletzten beendet. Da es nicht immer zu einem K.O. kommt, werden weitere Gewinnbedingungen festgelegt.

 

Kobutan

Kobutan ist eine Waffe, die in vielen Kampfkünsten verwendet wird. Oft wird sie im modernen Arnis und Ju Jutsu praktiziert. Auch im Karate findet diese Waffe Verwendung. Kobutan ist ein kurzer Stock, der als Druckverstärker genutzt wird. Er ist etwas größer als eine Hand und wird in der Faust gehalten. Viele Personenschutzleute verwenden ein Kobutan, um VIP´s zu schützen.

 

Kokyo

Kokyo ist die studierte Atemkraft. Aus fernöstlicher Ansicht können sich Kokyo und Ki sehr gut verbinden und ineinander fließen. Das Resultat ist eine gewaltige Energie.

 

Koryo

Koryo bedeutet alte Schule.

  

Kumite

Kumite bezeichnet eine Wettkampf-Trainingsform in japanischen Kampfsportarten. Es ist ein Kampf zweier Gegner ohne vorherige Absprache der Techniken. In den verschiedenen Kampfsportarten sind die Kumites nach Schwierigkeit eingestuft.

 

Kung Fu

Kung Fu bedeutet "harte Arbeit". Es ist ein Sammelbegriff für die traditionelle Wuschu Kampfkunst. Im Westen wird Kung Fu fälschlicherweise als Oberbegriff für chinesische Kampfkünste verwendet.

 

Kwon Jae-hwa

Kwon Jae-hwa (*1937 in Busan, Südkorea) ist ein koreanischer Taekwondo-Großmeister. In der Sportdisziplin Taekwondo ist er so bekannt wie kaum ein anderer Kampfsportler. Seine Stärken im Umgang mit den Schülern und die Art, wie er sie unterrichtet, sind das, was den Großmeister Kwon ausmacht. Er ist sehr streng und konsequent.

 

Kyokushinkai

Kyokushinkai bezeichnet die von Masutatsu Oyama gegründete Karate Organisation. Die Stilrichtung nennt man Kyokushin, was „die letzte, absolute Wahrheit“ bedeutet. Kyokushin ist Vollkontakt-Karate und gilt in der Kampfkunstwelt als einer der härtesten Karatestile. Viele moderne Vollkontakt-Stile und Splittergruppen sind aus ihm entstanden, z. B. World Oyama Karate, World Seido Karate Organization, Kyokushin Budokai, Enshin Karate, Seido-Keikan, K-1, IFK...

 

Kyu

Kyu bedeutet Rang. Der Begriff bezeichnet die Schülergrade in den japanischen Budokünsten. Die Fortgeschrittenengrade werden aber Dan genannt. In den meisten Kampfkunstarten werden Kyugrade als farbige Gürtel gekennzeichnet. Die erste Farbe vor der ersten Prüfung ist weiß.

 

Vahab Yektapour Tabrizi

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