Lexikon des Kampfsports

Von Atemi bis Hebel

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Der erste Teil des Kampfsport-Lexikons präsentiert die Buchstaben A bis H.

Im Lexikon des Kampfsports stellt der Kampfsportexperte von www.trainingsworld.de, Vahab Yektapour Tabrizi, die wichtigsten Fachbegriffe für diverse Kampfsportarten und Kampfkünste vor. Der 1. von insgesamt 3 Teilen präsentiert die Buchstaben von A bis H.

Kampfsport ist der Sammelbegriff für verschiedene Kampfstlle aus verschiedenen Ländern, bei denen keine Schusswaffen verwendet werden. Beim Kampfsport gibt es vorgeschriebene Regeln, die von den Sportlern eingehalten werden müssen. Zu den bekanntesten Kampfsportarten in Europa gehören Boxen, Taekwondo, Karate, Kickboxen, Judo und Ringen. Um bestimmte Regeln verstehen zu können, muss man sich zunächst mit den Fachbegriffen auseinandersetzen. In Teil 1 des 3-teiligen Lexikon stellt trainingsworld die wichtigsten Begriffe von A-H vor.

 

A

Atemi

Wörtlich übersetzt bedeutet Atemi Körpertreffer, in den verschiedenen Kampfsportarten hat das Wort unterschiedliche Bedeutungen.

Beispielsweise ging es im ursprünglichen Bujutsu darum, den Gegner mit einem Schlag kampfunfähig zu machen. Vor allem sollte man dann lebenswichtige Organe, Schwachstellen des Körpers und Chakren kennen, um diese orten zu können.

Im Jujutsu und Aikido-Stil wird Atemi eingesetzt, um die Körperbalance des Gegners zu stören und ihn zu kontrollieren.

 

B

Blankwaffe

Blankwaffen sind Waffen, die ihre Antriebskräfte aus dem direkten Einsatz von Muskelenergie beziehen.

 

Bo/Bojutsu

Der Bo ist ein Langstock und kommt aus Okinawa, Japan. Er wird im Kobudo und bei einigen Karate-Stilen eingesetzt. Die Kampftechnik mit dem Bo wird als Bojutsu bezeichnet und wird traditionell nur in Japan unterrichtet.

 

Bokuto

Das Bokuto ist ein japanisches Holzschwert und wird oft in diversen japanischen Kampfkünsten eingesetzt.

 

Bruchtest

Das Zerschlagen von Holz, Ziegelsteinen und Brettern wird in der Kampfkunst als Bruchtest bezeichnet. Dabei werden diese Materialien mit der Hand oder dem Körper zerschlagen. Oft ist der Bruchtest Prüfungsinhalt für den nächsten Gürtel. Es geht darum, zu prüfen, ob der Schüler die erlernte Technik aus der Unterrichtsstunde und alle damit verbundene Faktoren umsetzen kann.

 

Bubishi

Bubishi ist das berühmteste Buch über alte chinesische Kampftechniken. Es wurde 1934 veröffentlicht. Das Buch wurde davor geheimgehalten und nur unter Chinesen weitergegeben. Die Sprache dieses Buches ist derart verschlüsselt, dass sie nur für vorgebildete Leser verständlich ist.

 

Budo

Budo ist der Oberbegriff für japanische Kampfkünste. Dieses Wort gilt für alle Kampfkünste, die, im Gegensatz zu den traditionellen Kriegskünsten, eine „innere Do-Lehre“ beinhalten.

 

Bujutsu

Bujutsu ist das japanische Wort für militärische Kampfkunst.

 

Bushido

Bushido bezeichnet den Verhaltenskodex und die Lebensphilosophie des japanischen Militäradels der Feudalzeit (den Samurai). Vergleichbar mit dem europäischen Konzept der Ritterlichkeit. Übersetzt heißt es "Weg (do) des Kriegers (bushi)".

 

D

Dan

Dan ist japanisch und bedeutet „Meisterstufe“. Damit wird in japanischen, koreanischen und chinesischen Kampfkünsten ein Fortgeschrittenen-Grad bezeichnet. Der höchste Dan ist meist der 10te Dan. Der 1. Dan kann traditionell erst ab dem 18. Lebensjahr verliehen werden.

 

Dangsudo

Dangsudo ist „die Kunst chinesischer Hand“. Es ist eine koreanische Kampfkunst. Diese Kampfkunst besteht hauptsächlich aus Formen. Sie basiert auf alten koreanischen und chinesischen Kampfkünsten.

 

Dao

Dao ist ein einschneidiges Schwert aus China.

 

DDK

Das deutsche Dan Kollegium e.V. ist ein Dachverband für alle Budosportarten in Deutschland und wurde am 20.09.1952 in Stuttgart gegründet. Damit ist es die erste und älteste Budo-Organisation in Deutschland.

 

Dojo

Der Dojo bezeichnet in den verschiedenen Kampfkünsten einen Trainingsraum. Der Begriff steht aber auch für die Gemeinschaft der dort Übenden.

 

Dojokun

Dojokun sind die Dojoregeln, aber auch die Regeln für das Training der Kampfkünste. Diese sind Verhaltensregeln des Budos. Laut einiger Bücher soll der Mönch Budhidharma in Indien diese Regeln aufgestellt haben. Auch heute begegnet man diesen Regeln in traditionell orientierten Kampfkunstschulen.

 

F

Fallschule

Als Fallschule bezeichnet man verschiedene Arten des Fallens, bei denen man durch bestimmte Techniken möglichst wenig Schaden nimmt. Hierbei geht es darum, einen Übergang zwischen Stand und Boden zu schaffen. Ziel dabei ist es, immer kampfbereit und kampffähig zu bleiben. In verschiedenen Kampfkünsten wird die Fallschule immer wieder trainiert, damit der Schüler das eigene kontrollierte Fallen übt, bis ein Automatismus einsetzt.

 

G

Gi

Keiko-Gi ist japanisch und ist der allgemeine Oberbegriff für die in den japanischen Kampfkünsten getragene Trainingsbekleidung. Traditionell werden Keiko-Gis in den Kampfsportarten Judo, Aikido, Taekwondo, Karate und Jiu Jitsu getragen.

 

Gibun

Gibun - oder auch Kibun ausgesprochen - ist ein korenisches Wort, das sehr schwer zu übersetzen ist. Man könnte Gibun als Selbstwertgefühl oder Ehre bezeichnen.

 

H

Hakama

Hakama ist ein Beinkleid, das über dem Keiko-Gi (s. "Gi") getragen wird. Hakama gibt es in 2 verschiedenen Varianten: Einmal gibt es sie mit geteilten Beinen in der Art eines Hosenrocks, oder ohne Teilung, eher wie ein Rock. Ursprünglich sollten Hakamas als Beinschutz dienen.

 

Hanbo

Hanbo ist die meistverbreitete Waffe in Japan, eine Art kurzer Stock ("Han" - "halb" und "Bo" - s. o.). Sie hat eine geringe Größe und ist sehr leicht zu verbergen. Durch schnelle Handgelenksdrehung kann sie zum Einsatz kommen.

 

Hebel

Der Hebel ist eine Anwendung in der Selbstverteidigung und im Ringen. Die Hebel werden durch bestimmte Griffe erreicht. Dazu benötigt der Sportler nicht viel Kraft. Viel wichtiger ist die Beachtung der physikalischen Gesetzte.

 

Vahab Yektapour

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