Superstar Malkin schießt Russland ins Finale

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Mit drei Toren überragender Mann: Jewgeni Malkin

Helsinki - Angeführt von einem überragenden Jewgeni Malkin sind die russischen Offensivkünstlerm, durch einen 6:2-Sieg gegen Finnland, ins Finale der Eishockey-WM 2012 gestürmt.

Helsinki (SID) - Angeführt von einem überragenden Jewgeni Malkin sind die russischen Offensivkünstler ins Finale der Eishockey-WM 2012 gestürmt. Der NHL-Topscorer schoss beim überlegenen 6:2 (2:1, 2:0, 2:1)-Sieg der Sbornaja im Halbfinale in Helsinki gegen Finnland den enttäuschenden Titelverteidiger und Co-Gastgeber mit drei Toren (16., 20. und 38.) fast im Alleingang ab.

Auch Russlands zweiter Ausnahmestürmer, Alexander Owetschkin (30.), sowie Denis Kokarew (42.) und Sergej Schirokow (49.) trafen für die Russen, die nur noch einen Sieg vom insgesamt 26. WM-Titel entfernt sind. Für die schwachen Finnen waren Janne Niskala (8.) und Mikael Granlund (57.) erfolgreich.

Im Endspiel trifft der Rekordchampion am Sonntag (19.30 Uhr/Sport1) auf den Sieger des "Bruder-Duells" zwischen Tschechien und der Slowakei. Für den Verlierer geht es vorher (15.00 Uhr) gegen Finnland um Bronze.

Durch das Aus des zweiten Gastgebers nach Schweden, das bereits im Viertelfinale K.o. gegangen war, setzt sich der "Heimfluch" der WM-Ausrichter fort: Seit Russland 1986 ist es keiner Mannschaft mehr gelungen, Gold im eigenen Land zu gewinnen.

Vor 13.000 Zuschauern in der ausverkauften Hartwall Arena waren die Finnen sogar in Führung gegangen: Nach Niskalas abgefälschtem Schlagschuss von der blauen Linie zappelte der Puck im Netz. Die Russen antworteten mit wütenden Angriffen und konnten sich auf Malkin verlassen: Der Stürmer drehte mit seinen Turniertreffern Nummer acht und neun noch im ersten Drittel die Partie.

In der 27. Minute verschwand Malkin, der mit einer leichten Fingerverletzung ins Spiel gegangen war, nach einem Check gegen die Bande angeschlagen für kurze Zeit in der Kabine. In Malkins Abwesenheit übernahm Owetschkin die Verantwortung und traf zum 3:1. Später machte Malkin mit dem dritten Treffer seinen Hattrick perfekt, es flogen der Tradition folgend ein paar Kopfbedeckungen aufs Eis. Die Hausherren hatten spätestens danach ihren Glauben an den Sieg verloren.

Das Duell Finnland gegen Russland war auch eine Neuauflage der Halbfinalbegegnung vom vergangenen Jahr, die die Finnen auch dank eines sensationellen "Lacrosse-Tores" durch Mikael Granlund gewonnen hatte. "Die Zeit für die Revanche ist gekommen", hatte der frühere russische Nationaltorwart und heutige Verbandschef Wladislaw Tretjak im Vorfeld angekündigt.

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