Strafe für Hansa: Zwei Auswärtsspiele ohne Fans

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Strafe: Rostock muss auf seine Anhänger verzichten

Frankfurt Niederrad - Harte Strafe für Hansa Rostock: Nach den Ausschreitungen während des Spiels bei Eintracht Frankfurt muss der Klub die nächsten beiden Auswärtsspiele ohne seine Anhänger austragen.

Frankfurt/Main (SID) - Harte Strafe für Fußball-Zweitligist Hansa Rostock: Nach den Ausschreitungen während des Ligaspiels bei Eintracht Frankfurt (1:4) muss der Klub die nächsten beiden Auswärtsspiele unter Ausschluss seiner Anhänger austragen. Das entschied das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

Der Verein muss zudem jeweils 25.000 Euro Zuschauerausfall an die beiden gastgebenden Vereine zahlen. Betroffen sind Erzegbirge Aue (30. September) und Fortuna Düsseldorf (21. Oktober). Die Gästefanblöcke müssen bei diesen Spielen frei bleiben. Hansa Rostock hat dem Urteil bereits zugestimmt.

"Diese Strafzahlungen sind für einen Verein wie Hansa Rostock, der den Großteil seiner Finanzen in den eigenen Nachwuchs investiert, natürlich eine Katastrophe", sagte Präsident Bernd Hofmann. Man werde dem Problem weiter offensiv mit Kommunikation aber auch mit Repression der Täter begegnen. "Das DFB-Sportgericht hat unsere Bemühungen dahingehend auch erneut strafmildernd berücksichtigt", so Hofmann.

Im Spiel bei Eintracht Frankfurt am 16. September war es im Rostocker Block kurz vor Anpfiff zum massiven Einsatz von Feuerwerkskörpern gekommen. Zudem wurden aus dem Rostocker Block 15 Leuchtraketen abgefeuert. Es kam zu einer massiven Rauchentwicklung. Die zweite Halbzeit konnte erst mit Verspätung angepfiffen werden. Auf dem Rückweg zum Bahnhof waren zudem die beiden Fanlager aneinandergeraten. Die mit einem Großaufgebot angerückte Polizei nahm 24 Personen zur Identitätsfeststellung vorübergehend in Gewahrsam.

Die Strafe fiel auch deshalb zu drastisch aus, weil Hansa Wiederholungstäter ist. Schon mehrfach waren Hansa-Fans in der Vergangenheit durch Ausschreitungen aufgefallen. Hofmann hatte im Vorfeld der Entscheidung durch den DFB noch darauf gesetzt, dass es nicht zu einer pauschalen Verurteilung der gesamten Fanszene kommen würde. Stattdessen, so Hofmann, sollten in Zukunft weiter präventive Maßnahmen ergriffen werden. Nun aber sind zunächst einmal alle Hansa-Fans bestraft.

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