Steuerhinterziehung bei Schiedsrichtern?

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Razzia in der DFB-Zentrale in Frankfurt/Main

Frankfurt am Main - Razzia in der DFB-Zentrale: Am Montag hat es wegen möglicher Steuerhinterziehung eine Hausdurchsuchung in der Zentrale des Deutschen Fußball-Bundes in Frankfurt/Main gegeben.

Frankfurt/Main (SID) - Razzia in der DFB-Zentrale: Steuerfahnder haben am Montag eine Hausdurchsuchung im Sitz des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Frankfurt/Main durchgeführt. Der DFB bestätigte eine entsprechende Meldung des Express und erklärte, die Beamten seien gekommen, um "Einsicht in Unterlagen aus dem Schiedsrichterbereich zu nehmen".

Hintergrund der Maßnahme sei nach Angaben der Steuerbeamten "der Verdacht, dass in der Vergangenheit Schiedsrichter ihre Einnahmen möglicherweise nicht ordnungsgemäß versteuert haben".

DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach erklärte, Ziel der Fahndung sei eindeutig nicht der Verband selbst. "Es gibt keinerlei Vorwürfe gegen den DFB. Wir werden die Steuerbeamten bei den Ermittlungen selbstverständlich mit all unseren Möglichkeiten unterstützen. Die korrekte Versteuerung seiner Einnahmen obliegt jedem Schiedsrichter selbst."

Laut Express sollen mehrere Bundesliga-Schiedsrichter ihre Einnahmen aus Freundschaftsspielen nicht ordnungsgemäß versteuert haben. Auch bei einem Bundesliga-Schiedsrichter aus München soll eine Hausdurchsuchung stattgefunden haben.

Völlig überrascht zeigten sich am Montag der DFB-Schiedsrichter-Boss Herbert Fandel sowie Lutz Wagner, Mitglied der DFB-Schiedsrichter-Kommission. "Wir warten jetzt erst einmal die Ermittlungen ab", sagte Fandel. Wagner betonte: "Für uns ist es derzeit noch unmöglich, etwas Konkretes zu dieser Thematik zu sagen. Grundsätzlich ist aber jeder Schiedsrichter selbst für die Abgabe seiner Steuern zuständig."

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