Staffel-Zoff: Unger kritisiert Teamkollegen

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Tobias Unger hat die deutschen Kollegen kritisiert

Köln - Der deutsche 100-m-Meister Tobias Unger (München) hat seine eigenen Staffelkollegen nach dem schwachen Abschneiden bei der Leichtathletik-WM in Daegu harsch kritisiert.

Köln (SID) - Der deutsche 100-m-Meister Tobias Unger (München) hat seine eigenen Staffelkollegen nach dem schwachen Abschneiden bei der Leichtathletik-WM in Daegu harsch kritisiert. Nach dem Aus der 4x100-m-Staffel im Vorlauf wirft der 32 Jahre alte Sprinter vor allem seinem Trainingskollegen Alexander Schaf Arroganz und Überheblichkeit vor.

"Da sind Leute zum ersten Mal in ihrem Leben im Aufgebot, rennen bei optimalen Bedingungen persönliche Bestleistung und halten sich schon jetzt für die kommenden Weltmeister", schreibt Unger auf seiner Homepage: "Da liest du in der Presse, dass der eine nur den deutschen Rekord im Kopf hat, und der andere hält sich für Bolt und eh für unschlagbar. Eine derartige Überheblichkeit ist mir in meiner langen Laufbahn noch nicht untergekommen."

Die Vorbereitung auf die WM bezeichnet der letzte deutsche Weltklasse-Sprinter Unger als professionell, dagegen seien "Verhalten und offensichtliche Arroganz aber mehr als amateurhaft". Laut der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Leichtathletik geht Schaf, der wie Unger der Trainingsgruppe in Kirchheim angehört, anscheinend locker mit der Kritik um: "Was Tobias geäußert hat, ist seine Meinung. Ich sehe das anders."

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