Staatsanwaltschaft ermittelt beim DFB

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Der DFB bekam Besuch von der Staatsanwaltschaft

Frankfurt am Main - Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat am Mittwoch erneut Besuch von der Staatsanwaltschaft bekommen.

Frankfurt/Main (SID) - Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat am Mittwoch erneut Besuch von der Staatsanwaltschaft bekommen. Dabei handelte es sich nach Angaben des DFB um einen Informationsaustausch und nicht um eine Durchsuchung der DFB-Räumlichkeiten, wie der Verband auf SID-Nachfrage erklärte.

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt/Main wollte sich im Zuge eines Ermittlungsverfahrens gegen Unbekannt in der DFB-Zentrale in der Rhein-Main-Metropole Erkenntnisse im Zusammenhang mit der Spielervermittlerprüfung verschaffen. Dazu wurden mit einigen Personen, die in dieses spezielle Thema involviert sind, Gespräche geführt.

Die Behörde ermittelt wegen Bestechung beziehungsweise Bestechlichkeit, nachdem der kicker im Herbst 2010 aufgedeckt hatte, dass die Antworten auf die Spielervermittlerprüfung des Weltverbandes FIFA für 2000 Euro im Vorfeld des Tests zu erwerben sind. Die FIFA hatte seinerzeit auf die Veröffentlichung reagiert, indem sie die Antworten ihren Nationalverbänden nicht mehr wie zuvor vor dem Prüfungstermin mitgeteilt hatte.

"Wir können bestätigen, dass sich die Staatsanwaltschaft Frankfurt heute beim DFB über die Abläufe der FIFA-Spielervermittler-Prüfung informiert hat. Es geht hier ausdrücklich nicht um ein Verfahren gegen den DFB, ermittelt wird von den Behörden gegen Unbekannt. Als Zeuge unterstützt der DFB die Staatsanwaltschaft selbstverständlich bei den laufenden Ermittlungen", teilte DFB-Mediendirektor Ralf Köttker in einer offiziellen Stellungnahme mit.

Laut Angaben des Verbandes sind in Zusammenhang mit dem kicker-Bericht über eine Spielervermittler-Prüfung dem teilnehmenden Redakteur offenbar im Vorfeld die 15 von der FIFA vorgegebenen Antworten zugespielt worden. Die fünf vom DFB gestellten Fragen seien dem Redakteur aber nicht bekannt gewesen.

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