Staatsanwaltschaft: Bewährungsstrafe für Schwenker

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Der ehemalige THW-Manager Uwe Schwenker

Kiel - Im Prozess um angebliche Schiedsrichterbestechung im Handball fordert die Staatsanwaltschaft Kiel Bewährungsstrafen für Uwe Schwenker und Zvonimir Serdarusic.

Kiel (SID) - Im Prozess um angebliche Schiedsrichterbestechung im Handball fordert die Staatsanwaltschaft Kiel Bewährungsstrafen für Uwe Schwenker und Zvonimir Serdarusic. Für Schwenker, ehemaliger Manager des THW Kiel, forderte Oberstaatsanwalt Axel Goos eine Freiheitstrafe von 18 Monaten, die für zwei Jahre auf Bewährung ausgesetzt werden soll. Zudem forderte Goos eine Geldauflage in Höhe von 25.000 Euro für Schwenker. Goos sieht die Straftatbestände der Bestechung im geschäftlichen Verkehr, des Betrugs und der Untreue als erfüllt an.

Dies gilt auch für den früheren THW-Trainer Serdarusic, dem vom Staatsanwalt im Anklagepunkt der Untreue jedoch nur Beihilfe vorgeworfen wird. Für Serdarusic beantragte die Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe von 17 Monaten, die ebenfalls zur Bewährung ausgesetzt werden soll. Zudem forderte Goos eine Geldauflage von 15.000 Euro.

Die Staatsanwaltschaft wirft Schwenker und Serdarusic vor, mit Hilfe des kroatischen Mittelsmannes Nenad Volarevic die Schiedsrichter des Finalrückspiels der Champions League 2007 bestochen zu haben. So sollen sich die Angeklagten den Titel im Duell mit der SG Flensburg-Handewitt erkauft haben. Schwenker, Serdarusic, Volarevic und die beiden Referees bestreiten die Vorwürfe. Volarevic habe für den THW lediglich als Scout gearbeitet.

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