Sprinter Farfán schießt Schalke auf Platz drei

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Farfán (l.) beim Siegtreffer nicht zu bremsen

Leverkusen - Bayer Leverkusen verliert die Bundesliga-Spitze mehr und mehr aus den Augen. Gegen Pokalsieger Schalke 04 kassierte der Vizemeister eine 0:1-Heimniederlage.

Leverkusen (SID) - Schalke 04 schiebt sich unter Huub Stevens dank Super-Sprinter Jefferson Farfán an die Bundesliga-Spitze heran. Der DFB-Pokalsieger feierte am zehnten Spieltag ein 1:0 (0:0) bei Bayer Leverkusen und liegt nach seinem vierten Sieg im fünften Pflichtspiel unter dem Trainer-Rückkehrer Stevens nun als Tabellendritter auf einem Champions-League-Platz.

Schalke kam zu seinem hart erkämpften Sieg durch ein spätes Kontertor von Farfán (82.), der nach einem umstrittenen Zweikampf mit André Schürrle am eigenen Strafraum den Turbo gezündet hatte. Nach einem unwiderstehlichen 80-Meter-Sprint ließ er auch Bayer-Torhüter Bernd Leno keine Abwehrchance. Leverkusen rutschte durch die Niederlage auf Platz neun ab.

Beide Teams lieferten sich vor 30.210 Zuschauern in der ersten Hälfte zunächst einen Kampf mit offenem Visier, der in der Anfangsphase äußerst unterhaltsam war. Die erste Tormöglichkeit hatten die Hausherren in der neunten Minute, als Michal Kadlec mit einem Distanzschuss Schalkes-Torwart Lars Unnerstall prüfte. Sechs Minuten später hätten die Gäste aber in Führung gehen müssen, als Farfán nach einem herrlichen Konter das Ziel nur knapp verfehlte.

In der 25. Minute jubelten die Hausherren bereits, nachdem Michael Ballack die vermeintliche Führung geglückt war. Der Treffer wurde aber zu Recht wegen einer Abseitsstellung des Routiniers nicht gegeben. Sekunden vor der Pause vergab der 35-Jährige noch eine große Chance für den Werksklub.

Nach der Pause hatten die Gäste mehr vom Spiel und hielten die Bayer-Abwehr mächtig auf Trab. Allerdings konnte Schalke keine klaren Torchancen herausarbeiten. Leverkusen setzte im eigenen Stadion auf Konter, fand aber ebenfalls kein geeignetes Mittel, um zum Torerfolg zu kommen.

Leverkusens Trainer Robin Dutt hatte gegenüber dem 2:1 in der Champions League am vergangenen Mittwoch gegen den FC Valencia zwei Veränderungen in seiner Startformation vorgenommen. Für den gesperrten Gonzalo Castro rückte Daniel Schwaab wieder in die erste Elf, Ex-Nationalspieler Manuel Friedrich spielte erstmals in dieser Saison von Beginn an in der Innenverteidigung für den gegen die Spanier erschreckend schwachen Stefan Reinartz. Friedrich machte seine Sache wie schon in Hälfte zwei gegen Valencia sehr gut und sorgte gemeinsam mit Ömer Toprak dafür, dass von Schalkes Torjäger Klaas-Jan Huntelaar nur wenig zu sehen war. Lediglich in der 33. Minute machte der Niederländer mit einem Kopfball auf sich aufmerksam.

Auf Schalker Seite stand erstmals Unnerstall beim Anpfiff in der Bundesliga zwischen den Pfosten, Routinier Mathias Schober saß auf der Bank. Der gerade erst verpflichtete frühere Nationaltorwart Timo Hildebrand, der in den nächsten Monaten als Ersatz für den in Leverkusen gesperrten und zudem schwer verletzten Ralf Fährmann vorgesehen ist, zählte noch nicht zum Kader. Unnerstall machte eine solide Partie und unterstrich, dass er seinen Platz nicht freiwillig räumen wird.

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