Spiegel online: Amerell akzeptiert DFB-Angebot

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Amerell akzeptiert offenbar Vermittlungsangebot

Köln - Der ehemalige Schiedsrichter-Obmann Manfred Amerell akzeptiert nach dem Treffen mit Vizepräsident Rainer Koch offenbar das Vermittlungsangebot des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

Köln (SID) -

Der ehemalige Schiedsrichter-Obmann Manfred Amerell akzeptiert nach dem Treffen mit Vizepräsident Rainer Koch offenbar das Vermittlungsangebot des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und stimmt einer Mediation durch den ehemaligen evangelischen Bischof Wolfgang Huber zu. Dies berichtet Spiegel online. Offenbar ist es zu einem Treffen der Anwälte Amerells mit Huber gekommen. Dieser soll als Mediator zwischen dem DFB, Amerell und dem Schiedsrichter Michael Kempter fungieren.

Zwischen Amerell und Kempter gibt es seit geraumer Zeit gerichtliche Scharmützel. Am 7. Dezember ist vor dem Oberlandesgericht Stuttgart ein weiterer Termin anberaumt. Lange Zeit hatte sich Amerell abschätzig über die vom DFB angeregte Vermittlung geäußert. Er hatte dies gar als "PR-Gag" abgetan.

Angeblich war Amerell durch den Präsidenten des süddeutschen Fußball-Verbandes, DFB-Vize-Präsident Rainer Koch, umgestimmt worden. "Wir können bestätigen, dass das Gespräch auf Initiative von Herrn Koch stattgefunden hat", sagte Amerells Anwalt Jürgen Langer Spiegel online.

Er zeigte sich sehr zufrieden: "Professor Huber und Herr Koch haben ihre besonderen Fähigkeiten als ehrliche und faire Vermittler unter Beweis gestellt. Es ist der Verdienst dieser beiden Persönlichkeiten, dass Manfred Amerell nunmehr einer Mediation offen gegenübersteht."

Zuletzt hatte es eine offen ausgetragene Auseinandersetzung zwischen DFB-Präsident Theo Zwanziger und Koch gegeben. Es ging um die Information des DFB-Chefs über das Treffen von Koch mit Amerell. "Ich habe durchweg betont, dass ich triftige Gründe dafür hatte, mit Amerell zu sprechen. Wir müssen vermeiden, dass die Situation weiter eskaliert", sagte Koch. Bischof Huber war von 2003 bis 2009 Ratsvorsitzender der evangelischen Kirche.

Unterdessen bewertete auch DFB-Boss Theo Zwanziger das Einlenken Amerells zunächst positiv. "Wir begrüßen, dass Herr Amerell nun an dem von Dr. Zwanziger auf den Weg gebrachten Mediationsverfahren teilnehmen möchte. Es gibt uns die Hoffnung, dass jetzt auch die menschliche Seite des Falles aufgearbeitet werden kann", ließ Zwanziger-Sprecher Stephan Brause mitteilen: "Scheinbar wurde das heutige Treffen von Prof. Huber mit den Anwälten Amerells auch durch die offensichtliche Nähe von Herrn Koch zu Herrn Amerell begünstigt. Angesichts dieser erfreulichen Entwicklung ist es umso unverständlicher, warum Herr Koch den DFB in dieser sensiblen Angelegenheit nicht über seine Rolle informiert hat."

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