Spektakulärer Unfall bei 24-Stunden-Rennen

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Der Toyota von Anthony Davidson wurde zerstört

Le Mans - Ein Unfall hat bei den 24 Stunden von Le Mans für eine Schrecksekunde unter den rund 250.000 Zuschauern gesorgt und den packenden Zweikampf zwischen Audi und Toyota überschattet.

Le Mans (SID) - Ein spektakulärer Unfall hat bei den 24 Stunden von Le Mans für eine Schrecksekunde unter den rund 250.000 Zuschauern gesorgt und den packenden Zweikampf zwischen Audi und Toyota überschattet. Rund fünf Stunden nach Rennstart überschlug sich der an Position drei liegende Anthony Davidson mit seinem Toyota mehrmals und krachte in die Leitplanken, nachdem Ferrari-Fahrer Pierguiseppe Perazzini den TS 030 Hybriden des Briten in einer Rechtskurve am linken Hinterrad touchiert hatte.

Nach dem Crash war der frühere Formel-1-Pilot Davidson bei Bewusstsein, klagte aber über Rückenschmerzen und wurde in das Medical Center an der Rennstrecke gebracht. Wie Toyota mitteilte, gibt es keine Anzeichen auf eine Verletzung, dennoch unterzieht sich Davidson in einem Krankenhaus vorsorglich weiteren Untersuchungen.

Perazzinis Ferrari hob ebenfalls ab und rutschte in die Leitplanken. Er habe die Entfernung zu Davidson falsch eingeschätzt und zu früh eingelenkt, sagte der Italiener. Nach dem Unfall wurde die 80. Ausgabe des Langstrecken-Klassikers durch eine Safety-Car-Phase neutralisiert.

Kurz vor der Kollision hatte Davidsons Markenkollege Nicolas Lapierre (Frankreich), der mit dem zweimaligen Le-Mans-Sieger Alexander Wurz (Österreich) und Kazuki Nakajima (Japan) ein Team bildet, die Audi-Crew von Titelverteidiger André Lotterer (Duisburg) überholt und erstmals die Spitze des Feldes übernommen.

Vor dem Führungswechsel hatten der 31 Jahre alte Lotterer, Marcel Fässler (Schweiz) und Benoît Tréluyer (Frankreich) in ihrem Audi R18 e-tron quattro das Geschehen bestimmt. Am Donnerstag war Lotterer erstmals in der Geschichte der 24 Stunden von Le Mans mit einem Hybriden auf die Pole Position gefahren.

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