Athletiktraining

Koordination für Skifahrer

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Übungen auf wackeligem Untergrund wie dem Pezziball eignen sich bestens, um die Koordination von Skifahrern zu schulen.

Da man im Sommer die komplexe Skibewegung kaum spezifisch trainieren kann, sollte man zumindest im Athletiktraining auch koordinative Übungen einbinden, damit man sich im Winter auf dem rutschigen Untergrund sicher bewegen kann.

Es gibt verschiedene Trainingsmöglichkeiten in der Athletik, die Ihr Koordinationsvermögen verbessern können. Grundsätzlich sind dazu alle Übungsformen auf einem wackeligen Untergrund geeignet. Die einfachste Variante sind Beinübungen auf einem Luftkissen oder einer Matte.

Der weiche Untergrund macht aus einer einfachen Übung wie einer Kniebeuge eine anspruchsvolle Sache, auch wenn Sie keine Zusatzgewichte verwenden. Durch die wackelige Auflage wird Ihr Körper aus dem Gleichgewicht gebracht. Damit Sie nicht einfach umfallen, arbeiten Ihre Stützmuskeln reflexartig und halten Sie in der Balance.

 

Vom Einfachen zum Komplexen

Die einbeinige Kniebeuge auf dem Balance Pad

Nebenbei kräftigen Sie beim Beintraining so auch gleich die tiefen Stützmuskeln. Umso weicher der Untergrund, desto anspruchsvoller die Übung. Probieren Sie am Anfang erstmal flache Kissen aus. Sie werden merken, dass bereits der einbeinige Stand auf einem solchen Balance Pad eine kleine Herausforderung ist. Versuchen Sie 1 Minute einbeinig auf dem Kissen zu stehen, ohne sich irgendwo abstützen zu müssen. Widerholen Sie das ingesamt 3-mal.

Als nächstes absolvieren Sie einfache Beinübungen auf dem Pad. Fangen Sie mit einer einbeinigen Kniebeuge an. Stellen Sie sich dafür im tiefen Ausfallschritt mit dem vorderen Bein auf das Balance Pad und versuchen die Balance zu halten. Haben Sie diese gefunden, dann strecken Sie kontrolliert das vordere Bein. Kurz halten und wieder zurück in die tiefe Position. Machen Sie 3 Sätze mit 10-15 Wiederholungen.

Kniebeugen auf einem Luftkissen sind die nächste Stufe. Dabei stehen Sie nun mit beiden Beinen auf dem instabilen Untergrund und müssen noch mehr Balance aufbringen, um die Kniebeugen sauber auszuführen.

 

Fit mit Sensoboard und Pezziball

Training auf dem Sensoboard

Haben Sie mit dem Balance Pad etwas Sicherheit erreicht, können Sie den nächsten Schritt wagen. Geräte wie das Sensoboard bringen eine neue Dimension ins Training. Das Sensoboard ist ein Brett, welches auf einer Kugel aufliegt und von Gummizügen in Position gehalten wird. Sobald Sie darauf steigen, werden Sie feststellen, dass sich das Brett über alle Achsen im Raum kippen lässt.

Gerade für Brettsportler wie Surfer, Snowboarder oder Skifahrer bietet ein Sensoboard ideale Trainingsmöglichkeiten, um das eigene Koordinationsvermögen entscheidend zu verbessern. Dabei sind Sie nicht auf das Beintraining beschränkt, sondern können auch einen Teil Ihrer Stabilitätsübungen auf dem Sensoboard absolvieren. Für alle Übungen gilt auch hier, dass Sie neben den hauptsächlich arbeitenden Muskelgruppen auch die Stützmuskeln aktivieren.

Eine weitere Trainingsmöglichkeit für mehr Koordination bietet ein Pezzi- oder Gymnastikball. Darauf können Sie neben verschiedenen Stabiübungen auch Balanceübungen durchführen. Die Königsdisziplin unter den koordinativen Übungen ist der Stand auf dem Pezziball. Das sollte man allerdings beim 1. Mal nur mit Hilfestellung ausprobieren, weil man ansonsten schnell fallen kann. (s. Bild oben)

 

Fazit

Übungen auf einem wackeligen Untergrund bieten gleich mehrere Vorteile: Zum einen verbessern Sie Ihr Koordinationsvermögen und kräftigen gleichzeitig die Rumpfmuskeln. Zum anderen trainieren Sie mit jeder Übung gleich mehrere Muskelgruppen und verbessern deren Zusammenspiel untereinander. Sie werden den Unterschied beim nächsten Mal Skifahren auf der Piste spüren.

 

Jörg Birkel

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