Serena Williams entzaubert Asarenka im Finale

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Besiegte Asarenka im Finale: Serena Williams

Madrid - Serena Williams hat auf dem derzeit umstrittensten Sandplatz der Welt die Nummer eins Wiktoria Asarenka entzaubert und sich ihren zweiten Turniersieg in diesem Jahr gesichert.

Madrid (SID) - Serena Williams hat auf dem derzeit umstrittensten Sandplatz der Welt die Nummer eins Wiktoria Asarenka entzaubert und sich in Madrid ihren zweiten Turniersieg in diesem Jahr gesichert. Die Amerikanerin gewann das einseitige Finale im Caja Mágica nach einer wahren Demonstration der Stärke in 64 Minuten mit 6:1, 6:3 gegen Australian-Open-Siegerin Asarenka. Für die Weißrussin war es erst die dritte Niederlage im 37. Match der Saison.

Serena Williams, der 14 Asse gelangen, kassierte für ihren insgesamt 41. Einzel-Turniersieg 631.000 Euro und klettert in der Weltrangliste um drei Plätze auf Rang sechs. "Ich arbeite hart und will mich weiter verbessern. Dieser sechste Platz soll nicht das Ende sein", kündigte Williams an, die im Juni 2011 nach rund einjähriger Pause auf die Tour zurückgekehrt war.

Die 13-malige Grand-Slam-Siegerin zeigte auch auf dem harsch kritisierten blauen Sand von Madrid ihre Klasse und gewann ihr 13. Spiel nacheinander auf Asche. Asarenka verpasste ihren fünften Saison-Titel. Die bislang dominierende Spielerin des Jahres stand gegen Williams von Beginn an auf verlorenem Posten und fand nur selten ein Rezept gegen die druckvollen Schläge der Amerikanerin.

In den ersten drei Spielen wurde Branchenführerin Asarenka zweimal gebreakt und machte dabei insgesamt nur drei Punkte. Bezeichnend, dass sie den ersten Satz nach 27 Minuten mit ihrem vierten Doppelfehler beendete.

Williams ließ auch in der Folge nicht nach und zog erneut schnell auf 3:0 davon. Nach 1:04 Stunden verwandelte sie ihren ersten Matchball. Es war der siebte Sieg der 31-Jährigen im achten Duell mit Asarenka, die durch ihren Triumph bei den Australian Open im Januar den Tennis-Thron erobert hatte.

Turnierchef Ion Tiriac kündigte unterdessen an, im kommenden Jahr möglicherweise wieder auf roten statt blauen Sand setzen zu wollen. Der Weltranglistenerste Novak Djokovic (Serbien) und vor allen Dingen Rafael Nadal (Spanien) hatten sich über das rutschige Geläuf beschwert und einen Madrid-Boykott für 2013 angekündigt - falls sich die Bedingungen nicht ändern. "Wenn sie rote Asche sagen, muss man das machen, weil es die ATP sagt", meinte Tiriac mit Blick auf die Spielervereinigung über die anstehende Rolle rückwärts.

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