Seifert warnt wegen "zu langer Übergangszeit"

+
DFL-Chef Seifert äußert Bedenken

Köln - DFL-Chef Christian Seifert hat Bedenken geäußert, dass der lange Zeitraum für die Staffelübergabe zwischen Theo Zwanziger und Wolfgang Niersbach ein Problem werden könnte.

Köln (SID) - DFL-Chef Christian Seifert hat Bedenken geäußert, dass der lange Zeitraum für die Staffelübergabe zwischen DFB-Präsident Theo Zwanziger und dessen Nachfolger Wolfgang Niersbach ein Problem werden könnte. Offenbar fürchten Teile der Deutschen Fußball Liga (DFL) und auch des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), dass Amtsinhaber Zwanziger bis zu seinem endgültigen Rückzug im Oktober 2012 zu einer "lame duck" wird.

"Nach meiner Erfahrung ist es immer schwierig, egal ob in einem Unternehmen oder einem Verband, wenn ein Wechsel in der Spitzenposition stattfindet und eine zu lange Übergangszeit ansteht", sagte Seifert der Süddeutschen Zeitung und betonte, es erfordere "sehr viel Disziplin von allen Beteiligten, so ein Kräfteverhältnis für lange Zeit aufrecht zu erhalten."

Niersbach hatte sich nach einer Bedenkzeit von fünf Tagen am Mittwoch dazu durchgerungen, ab 2012 Nachfolger Zwanzigers zu werden. Der Generalsekretär wäre gerne schon im Frühjahr als neuer DFB-Boss an den Start gegangen, doch Zwanziger will unbedingt noch bis Oktober 2012 im Amt bleiben. Seifert betonte, Zwanzigers Idee, bis Herbst kommenden Jahres Präsident zu sein, sei "legitim, aber man kann nur hoffen, dass die Realität die legitimen Wünsche nicht im Stich lässt".

Offen ist derzeit noch, wer Nachfolger von Niersbach als Generalsekretär wird. Als Favorit gilt Helmut Sandrock, als Direktor derzeit noch zuständig für die 3. Liga. Seifert erhofft sich auch bei dieser Personalie eine schnelle Entscheidung, da im kommenden Jahr der Grundlagenvertrag, der die Geldflüsse zwischen Verband und DFL regelt, neu verhandelt werden muss. "Es muss zum Beispiel auch der Generalsekretär neu besetzt werden, das hat auch Folgen für andere Akteure im Verband. Man muss aufpassen, dass kein Entscheidungsvakuum eintritt", sagte Seifert.

Auch interessant

Kommentare