Sechs weitere Sperren gegen Fußball-Funktionäre

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FIFA sperrt sechs karibische Funktionäre

Zuerich - Die Ethikkommission des Weltverbandes FIFA hat im Zusammenhang mit Bestechungsvorwürfen sechs weitere Sperren gegen Funktionäre der karibischen Fußball-Union CFU verhängt.

Zürich (SID) - Die Ethikkommission des Weltverbandes FIFA hat im Zusammenhang mit Bestechungsvorwürfen sechs weitere Sperren gegen Funktionäre der karibischen Fußball-Union CFU verhängt. Während fünf der Betroffenen nur für maximal zwei Monate aus dem Verkehr gezogen wurden, erhielt Patrick John aus Dominica eine zweijährige Sperre und eine Geldstrafe von 3000 Schweizer Franken. Die Sanktionen wurden von der FIFA-Ethikkommission unter Vorsitz des Schweizers Claudio Sulser verhängt.

Außer John wurden Vincent Cassell (Montserrat/2 Monate), Raymond Guishard (Anguilla/45 Tage), Noel Adonis (Guyana/30 Tage), Tandica Hughes (Montserrat/15 Tage) Everton Gonsalves (Antigua und Barbuda/7 Tage) sanktioniert. Derrick Gordon (Antigua und Barbuda) erhielt einen Verweis.

Das Verfahren gegen Oliver Camps (Trinidad und Tobago), Lionel Haven (Bahamas, CFU) und Patrick Mathurin (St. Lucia) wurde eingestellt, da alle drei laut FIFA nicht mehr als Fußballoffizielle tätig sind. Sollten sie wieder als Fußballoffizielle tätig werden, wird die Ethikkommission das Verfahren gegen sie wieder aufnehmen. Philippe White (Dominica) und Damien Hughes (Anguilla) wurden freigesprochen.

Im Bestechungsskandal um den ehemaligen FIFA-Präsidentschaftskandidaten Mohamed Bin Hammam hatte der Weltverband Mitte Oktober bereits vier Sperren gegen CFU-Offizielle wegen Verstößen gegen das Ethikreglement verhängt.

Franka Pickering (Britische Jungferninseln) wurde für 18 Monate für jegliche Tätigkeit im Fußball gesperrt und mit einer Geldstrafe von 500 Schweizer Franken belegt. Horace Burrell aus Jamaika wurde für 6 Monate gesperrt, 3 Monate wurden allerdings zur Bewährung ausgesetzt.

Osiris Guzman (Dominikanische Republik) und Ian Hypolite (St. Vincent und die Grenadinen) wurden jeweils für 30 Tage suspendiert, 15 Tage wurden zur Bewährung ausgesetzt. Weitere CFU-Offizielle erhielten kleine Geldstrafen und Ermahnungen.

Der inzwischen lebenslang gesperrte Bin Hammam soll bei einer Sondersitzung am 10. und 11. Mai in Trinidad und Tobago versucht haben, CFU-Funktionäre mit Geldgeschenken in Höhe von jeweils 40.000 Dollar zu bestechen. Damit soll er versucht haben, Stimmen für die Wahl gegen FIFA-Präsident Joseph S. Blatter zu kaufen.

Bin Hammam, der die Vorwürfe stets bestritt, hatte kurz vor der Wahl gegen den Schweizer seine Kandidatur zurückgezogen. Blatter war ohne Gegenkandidat für eine vierte Amtszeit als FIFA-Boss bestätigt worden. Bin Hammam war im Juli dieses Jahres vom Weltverband FIFA wegen Korruption lebenslang gesperrt worden.

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