Schwimmen

Tapern im Schwimmen

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Richtiges Tapern vor dem Wettkampf will gelernt sein.

Jeder Sportler muss bei der Vorbereitung auf einen wichtigen Wettkampf tapern. Dies gilt auch für Schwimmer. Doch wie US-Wissenschaftler jetzt nachweisen konnten, kann eine starke Drosselung des hochintensiven Trainings während der Taperphase auch kontraproduktiv sein.

Sie verglichen die beiden Taperprogramme von 7 Leistungsschwimmerinnen eines Collegeteams während der Wettkampfsaison in den Jahren 2004 und 2005 miteinander. Die Schwimmerinnen nahmen an einem Verbandswettkampf, der Verbandsmeisterschaft und einem nationalen Meisterschaftswettkampf teil. Das Tapern er folgte in der Saison 2005 mit einer um 50–60 % größeren Trainingsintensität als in der Saison 2004.

Mittels eines Armergometers mit einer träger Last wurden 7 Wochen vor und auch während der Taperphase die Parameter Maximalkraft, Drehmoment bei Maximalkraft, Armgeschwindigkeit bei Maximalkraft und effektive Schwimmgeschwindigkeit (in m/Sek.) gemessen.

Im Vergleich zur Saison 2004 (Tapern mit geringerer Intensität) führte das Tapern in 2005 – von einer Ausnahme abgesehen – immer zu einer höheren maximalen Leistung (um 8–14 %). Außerdem zeigten die Schwimmer bei weniger intensivem Training eine deutlich schlechtere Schwimmleistung. Durch das Tapern bei großer Intensität hingegen konnten die Schwimmerinnen vor und während des nationalen Meisterschaftswettkampfs Maximalkraft und maximales Drehmoment beibehalten.

Die Wissenschaftler kamen zu folgender Schlussfolgerung: Wird das hochintensive Training während der Taperingphase stark zurückgefahren, können Maximalkraft, Drehmoment und Schwimmleistung nicht über längere Zeit auf höchstem Niveau gehalten werden.

International Journal of Sports Medicine, 2007 Okt 24

 

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