Bericht

Schwimm-Trainingslager in Halle (Saale)

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Monika berichtet vom Schwimm-Trainingslager des DSV für Masters in Halle (Saale)

Der Deutsche Schwimm Verband, genauer gesagt die Fachsparte Masters, hat für alle Mastersschwimmern vom 7. bis 11. Januar 2013 die Möglichkeit eines mehrtägigen Trainingslehrgangs in Halle (Saale) angeboten. Monika war dabei und berichtet.

Der Termin des Schwimm-Trainingslagers in Halle (Saale) stand bei mir schon lange im Kalender und ich habe mich nach den Weihnachtsfeiertagen darauf gefreut, wieder mit dem Training anzufangen. Der Zeitpunkt Anfang Januar ist gut für mich, so komm ich nach Weihnachten und den Feiertagen gut wieder ins Training rein und es macht mehr Spaß, wenn man dabei nicht alleine ist. Die Trainingsgruppe mit knapp 20 Teilnehmern war dieses Jahr bunt gemischt, von AK 25 bis AK 65 war alles dabei und die Leistungsdichte war auch breit gefächert.

 

Die Stadt Halle

Die Moritzburg

Halle liegt im Süden von Sachsen‐Anhalt und liegt an der Saale. Die Stadt hat einige Sehenswürdigkeiten zu bieten, zum Beispiel die Himmelsscheibe von Nebra. Leider habe ich es auch dieses Jahr nicht geschafft, sie mir anzuschauen. Also muss ich nächstes Jahr wieder kommen! Außerdem hat die Stadt 2 berühmte „Söhne“, zum einen der Barockkomponisten Georg Friedrich Händel und den ehemaligen Bundesaußenminister Hans‐Dietrich Genscher, der im 1950 eingemeindeten Stadtteil Reideburg geboren wurde.

Halle ist auch Sitz einer der ältesten Universitäten Deutschlands, der Martin‐Luther‐Universität Halle‐Wittenberg, sowie der Burg Giebichenstein Kunsthochschule. Darüber hinaus ist die Stadt Sitz der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und der Kulturstiftung des Bundes, Die Stiftung Moritzburg oder das Landesmuseum für Vorgeschichte sind auf jeden Fall einen Besuch wert.(1) 

 

Unterkunft

Das Ruderhaus

Das Ruderhaus Böllberg ist ein Ort, wo Olympiasieger und Weltmeister trainieren, aber auch Volkssportler und Wanderruderer zu Hause sind. Es ist eine schöne „alte Villa“, die auf der einen Seite direkt am Saaleufer und im Grünen, auf der anderen Seite sehr zentral in Halle liegt. Die Übernachtungsmöglichkeiten sind gut, man kann zwischen spartanischen Jugendherbergszimmern und komfortableren Hotelzimmern wählen, ich hatte dieses Mal die Ferienwohnung mit dem Referenten‐Team, das war auch sehr nett und komfortabel. Das Frühstück ist sehr gut und ausgewogen, es gibt alles, was das Sportlerherz begehrt.

 

Schwimmbad in der Robert‐Koch‐Straße

Das Schwimmbad ist vom Ruderhaus entweder zu Fuß in ca. 15 Minuten oder mit dem Auto gut zu erreichen. Bild: Schwimmhalle Die Schwimmhalle ist hauptsächlich eine Trainings‐ und Wettkampfschwimmhalle, die von den Schwimmern des Olympiastützpunktes und des Bundes‐ und Landesleistungszentrums genutzt wird. Die Halle wurde neu gebaut und 2011 eröffnet. Das wettkampftaugliche 50‐Meter‐Becken ist aus Edelstahl und es schwimmt sich fast von alleine in dem Wasser. Außerdem gibt es einen Strömungskanal, den wir auch einmal nutzen durften.ii Was mir persönlich mit am besten in der Halle gefällt, ist die große Uhr mit Zeigern, die auch ich sehen kann!

Das Schwimmbad

Die Schwimmabteilung des SV Halle ist sehr mitgliederstark, was man auch an den vielen Trainingsgruppen sieht, die jeden Tag im Schwimmbad trainieren. Die Halle ist immer ausgelastet, Kindergartenkinder, Schulkinder und die verschiedenen Mannschaften verteilen sich auf den Bahnen. Außerdem gibt es viele Gruppen in allen Altersklassen, die Aquajogging betreiben und es werden Schwimmkurse abgehalten.

Die bekannten Schwimmsportler Paul Biedermann, Britta Steffen und Daniela Schreiber trainieren im SV Halle bei Frank Embacher während des normalen Trainingsbetriebs.

Es war sehr interessant, die verschiedenen Gruppen und Übungsleiter bei ihrer Arbeit zu beobachten. Ich finde den Mix von Jung und Alt in der Schwimmhalle bemerkenswert, die „Alten“ waren sogar schon vor uns in der Halle und sind fröhlich ihre Runden geschwommen.

 

Das Trainingslager

Dieses Mal hatten wir die Möglichkeit, von Montag bis Freitag zu trainieren. Vormittags von 7–9 Uhr und nachmittags von 15-17 Uhr.

Damit man nicht mit ganz leerem Magen ins Schwimmbad muss, gab es die Option, ab 6 Uhr ein „kleines Frühstück“ einzunehmen. Nach dem Frühtraining gab es dann das richtige Frühstück mit allem, was das Herz begehrt: Obst, Saft, Rührei, Müsli und verschiedene Brotsorten. Kaffee und Tee war ebenfalls immer da. Abends konnte man sich entweder selbst versorgen, Essen gehen oder mit der Gruppe im Ruderhaus zu Abend essen.

Die Zeit zwischen dem Training konnte frei gestaltet werden. Ich habe ganz gerne eine Ruhepause gemacht und bin auch einmal in die Stadt gefahren. Leider war das Wetter die ganze Woche über nicht gut, es war nur grau und trüb und hat viel geregnet. Eine der Teilnehmerinnen aus der Schweiz hat es sich nicht nehmen lassen, 2-mal in der Saale zu schwimmen!

Monikas Lieblingsuhr

An diesem Trainingslager haben mir einige Dinge richtig gut gefallen. Das Training und die Trainingsgestaltung von Trainerin Doris Koschig war wieder sehr gut. Jeder kam auf seine Kosten, das Training konnte nach Absprache individuell angepasst werden. Es mussten auch nicht alle Einheiten mit geschwommen werden, jeder so gut er konnte. Für mich war das Training wieder klasse, denn ich konnte die Pausen‐ und Abgangszeiten gut einhalten, da ich die Uhr sehen konnte. Außerdem sind die Pausen bei Doris generell festgeschrieben und müssen auch eingehalten werden. Bei mir zu Hause im Training ist das manchmal sehr schwer, denn dort kann ich die Uhr leider nicht erkennen.

Spannend war für mich, dass Britta Steffen, Paul Biedermann und Daniela Schreiber fast immer zur gleichen Zeit wie wir im Wasser waren. So konnte man immer mal rüberschauen und das Training beobachten. Ich habe sogar mit Britta geduscht und ein paar Worte mit ihr gewechselt. Am Freitag Morgen habe auch etwas Lustiges gehört: Der Trainer Frank Embacher hat Britta und Paul gefragt, wer denn heute der Gute‐Laune‐Bär sein. Britta meinte darauf fröhlich: Das bin ich heute!

Unter dem Aspekt der Masters fand ich es sehr schön, dass in der Schwimmhalle oft Jung und Alt nebeneinander trainiert haben und alle hatten ihren Spaß. Bemerkenswert fand ich auch, dass Frank Embacher uns Masters beim Training beobachtet hat. Er hat sich positiv gegenüber unserer Trainerin geäußert, weil wir Masters wirklich intensiv trainieren, Starts & Wenden üben und aufmerksam den Anweisungen der Trainerin lauschen und versuchen, die Tipps des Trainers umzusetzen.

 

Mein Fazit

Das Trainingslager hat sich gelohnt, ich habe neue nette Menschen kennen gelernt und bin viele sinnvolle Kilometer (über 30) geschwommen. Dieser Lehrgang ist sehr zu empfehlen, ich bin nächstes Jahr im Januar sicher wieder dabei!

 

Monika Sturm-Constanin

 

Quellenangaben:

1.

2. http://www.halle.de/de/Kultur‐Tourismus/Kultur‐Freizeit/index.aspx?RecID=884

http://de.wikipedia.org/wiki/Halle_%28Saale%29 ii

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