Schwenker-Prozess: Verband entlastet Angeklagte

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Entlastet: Zvonimir Serdarusic

Kiel - Im Kieler Prozess um angebliche Bestechung im Handball hat ein Funktionär des Europäischen Handball-Verbandes EHF die Angeklagten Uwe Schwenker und Zvonimir Serdarusic entlastet.

Kiel (SID) - Im Kieler Marathon-Prozess um angebliche Bestechung im Handball ist ein Ende in Sicht. Am 26. Januar 2012 werde das Urteil gefällt, kündigte der Vorsitzende Richter Matthias Wardeck an. Zuvor werden am 18. und 23. Januar die Schlussplädoyers verlesen.

Den Angeklagten Uwe Schwenker und Zvonimir Serdarusic wird vorgeworfen, das Finalrückspiel der Champions League 2007 zwischen dem THW Kiel und der SG Flensburg-Handewitt verschoben zu haben. Konkret sollen Schwenker und Serdarusic laut Staatsanwaltschaft die beiden polnischen Schiedsrichter über den Mittelsmann Nenad Volarevic bestochen und so den Titel gekauft zu haben.

Schwenker, Serdarusic und die beiden Referees bestreiten die Vorwürfe. "Wir haben 15 Tage lang Zeugen, viele Gerüchte und Halbwahrheiten gehört. Aber keine Beweise im Sinne der Anklage", sagte Schwenkers Anwalt Michael Gubitz am Mittwoch nach dem letzten Verhandlungstag.

Zuvor hatte ein hochrangiger Funktionär des Europäischen Handball-Verbandes EHF die Angeklagten Schwenker und Serdarusic entlastet. "Für mich war es ein ganz normales Finalspiel", sagte Jesus Guerrero, Mitglied der Wettbewerbskommission der EHF vor dem Landgericht.

Er sei sehr verwundert gewesen, als er von den Manipulationsvorwürfen gehört habe, "weil ich nichts bemerkt habe. Es hat keine Auffälligkeiten während meines Aufenthalts gegeben." Guerrero beobachtete im Auftrag der EHF das angeblich manipulierte Final-Rückspiel in der Champions-League-Saison 2006/2007 zwischen dem THW Kiel und der SG Flensburg-Handewitt.

Bei den Referees habe er keine Parteinahme erkennen können, erklärte Guerrero. "Sie waren überdurchschnittlich gut", sagte der Spanier sogar und hätten auf seinem Bewertungsbogen 81 von 100 möglichen Punkten erhalten, "normal sind 73 bis 75. "Hätte ich von Bestechungen gehört, hätte ich sofort bei der EHF angerufen, um das weitere Vorgehen zu besprechen", sagte Guerrero.

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