Schalker B-Elf blamiert sich mit Nullnummer

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Zähes Ringen statt Schützenfest auf Schalke

Gelsenkirchen - Blamage statt Schützenfest: Schalke 04 ist in der Europa League überraschend ins Straucheln geraten. Eine B-Elf der Königsblauen kam gegen AEK Larnaka nicht über ein 0:0 hinaus.

Gelsenkirchen (SID) - Blamage statt Schützenfest: Schalke 04 ist in der Europa League überraschend ins Straucheln geraten. Eine B-Elf der Königsblauen kam gegen AEK Larnaka nicht über ein 0:0 hinaus und zeigte zwei Wochen nach dem 5:0 im Hinspiel auf Zypern eine katastrophale Leistung. Dazu musste auch noch Torjäger Klaas-Jan Huntelaar nach einem unglücklichen Zusammenprall mit Teamkollege Joel Matip mit Verdacht auf Nasenbeinbruch neun Minuten vor Ende vom Feld. Sein Einsatz am Sonntag in Hannover ist zumindest fraglich. Es wurden sogar Befürchtungen laut, dass auch das Jochbein gebrochen sein könnte.

Trotz der Nullnummer bleibt der Pokalsieger mit acht Punkten Erster der Gruppe G und hat die Qualifikation für die Runde der besten 32 Teams vor den letzten beiden Spielen weiter selbst in der Hand. Auch mit einem Sieg gegen Larnaka wäre Schalke noch nicht in die Zwischenrunde eingezogen, da Steaua Bukarest (5 Punkte) 4:2 gegen Maccabi Haifa (6) gewann.

"Der Trainer hat gesagt, dass wir den Gegner nicht unterschätzen dürfen. Ich denke, das haben wir nicht getan. Wir haben aber zu viele Chancen zugelassen", sagte Torwart Lars Unnerstall. "Wenn der beste Mann unser Torwart ist, dann sagt das alles über das Spiel", meinte Trainer Huub Stevens.

52.077 Zuschauer in der Arena verabschiedeten ihr Team mit einem gellenden Pfeifkonzert. Der Austausch von fünf Spielern aus der Schalker Startelf vom vergangenen Samstag, als ein überzeugendes 3:1 gegen 1899 Hoffenheim den Sprung auf Rang zwei der Liga-Tabelle gebracht hatte, verkraftete das Team nicht. Die zweite Garde, allen voran die völlig enttäuschenden Jose Manuel Jurado und Ciprian Marica, empfahl sich nicht für einen Einsatz bei Hannover 96.

Die Schalker taten sich von Beginn an mit flüssigen Kombinationen schwer und brachten die Defensive des Außenseiters kaum in Gefahr. Zwar war der Tabellenzweite der Bundesliga zunächst überlegen, doch zwingende Torchancen der nicht eingespielten Elf hatten Seltenheitswert.

Julian Draxler (8.) und Huntelaar (19.) gaben Warnschüsse ab, mehr bekamen die Fans in der Arena in der langweiligen Anfangsphase nicht zu sehen. Die beste Chance hatte noch Raúl-Ersatz Marica, dessen Kopfball in der 29. Minute nach einem Freistoß von Christian Fuchs nur um Zentimeter das Tor der Gäste verfehlte. Auch Huntelaar und Joel Matip waren kurz vor der Pause im Abschluss nicht konzentriert genug.

Larnaka hatte zuvor selbst zwei große Möglichkeiten zur Führung gehabt, was einige Schalker Fans mit ersten Pfiffen quittierten. Unnerstall klärte aber in höchster Not gegen Gonzalo Garcia (32.) und Miljan Mrdakovic (33.).

Marica, Marco Höger, Jan Morávek, Jurado und Atsuto Uchida waren neu in der Schalker Startelf. Jefferson Farfán, der erkrankte Kapitän Benedikt Höwedes, die angeschlagenen Jermaine Jones und Lewis Holtby sowie Superstar Raúl, der geschont wurde, pausierten. Im Tor spielte wie erwartet Unnerstall, Neuzugang Timo Hildebrand gehörte erneut nicht dem Kader an.

Nach der Pause blieb Schalke blass, und nach einer weiteren knappen Viertelstunde ohne nennenswerte Aktionen hatte Stevens die Nase voll. In der 58. Minute brachte der Niederländer Farfan und Holtby für Marica und Jurado.

Holtby hatte dann auch die erste Chance nach der Pause. Nach einem Pass von Morávek scheiterte der Nationalspieler aber an AEK-Schlussmann Marco Fortin (65.). Schon im Gegenzug musste Unnerstall wieder Kopf und Kragen riskieren, als er die 1:1-Situation gegen Mrdakovic erneut für sich entschied. Auch in der Schlussphase ließen die Gäste große Konterchancen aus.

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