Schalke akzeptiert Sperre für Treter Jones

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Jones (l.) sechs Spiele gesperrt

Köln/Doha - Fußball-Bundesligist Schalke 04 hat die Sperre für Jermaine Jones nach dessen vorsätzlichen Foul an Marco Reus im DFB-Achtelfinale bei Borussia Mönchengladbach akzeptiert.

Köln/Doha (SID) - Rote Karte für Jermaine Jones: Der Mittelfeldspieler wird dem Fußball-Bundesligisten Schalke 04 nach seinem üblen Tritt gegen Nationalspieler Marco Reus bis zum 1. März und damit sechs Spiele lang fehlen. Nachdem der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Donnerstagmittag Anklage gegen "enfant terrible" Jones wegen dessen Foul an Reus im Achtelfinale des DFB-Pokals bei Borussia Mönchengladbach (1:3) erhoben hatte, akzeptierte Schalke nur wenige Stunden später und noch vor der Entscheidung des DFB-Sportgerichts das Strafmaß. Das Sportgericht bestätigte im Anschluss die Sperre.

"So wie die Begründung ausgefallen ist, sehen wir keine Erfolgsaussichten", sagte Manager Horst Heldt im Trainingslager der Schalker in Doha. Der DFB hat auf die "besondere Schwere" des Vergehens hingewiesen, weil Jones "nicht im Affekt, sondern gezielt" gehandelt habe. "Dagegen können wir schwer argumentieren", sagte Heldt und fügte hinzu: "Es ist klar, dass es eine Strafe geben musste. Diese Aktion hat auf dem Fußballplatz nichts verloren, es gibt nichts schönzureden. Aber die acht Wochen finde ich im Vergleich zu anderen Fällen nicht verhältnismäßig."

Damit darf US-Nationalspieler Jones bis einschließlich 1. März weder Pflicht- noch Freundschaftsspiele für den Pokalsieger bestreiten und fällt in den ersten sechs Spielen der Rückrunde aus. Jones selbst hatte sich noch am Mittwoch über eine Hetzjagd gegen seine Person beklagt. "Was ich getan habe, gehört sich nicht. Aber Strafen von sechs Monaten für mich zu fordern, steht in keinem Verhältnis zu dem, was passiert ist. Ich habe keinen bespuckt, keinen rassistisch beleidigt. Es ist sehr populistisch, wenn einige jetzt eine so überzogene Sperre fordern", sagte Jones der Sport Bild. 

Nach dem Tritt von Jones auf den bereits lädierten linken Fuß von Reus waren bei der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach sogar mehrere Anzeigen wegen Körperverletzung gegen den Ex-Nationalspieler eingegangen. Die Ermittlungen dauern aber noch an.

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