Sailer enttäuscht: "Ich wollte, es ging nicht"

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Verena Sailer verpasste die Medaillenränge

Helsinki - Nur Blech statt Gold: Vier Jahre nach ihrem 100-m-Sieg in Barcelona ist Verena Sailer bei der Leichtathletik-EM in Helsinki leer ausgegangen.

Helsinki (SID) - Nur Blech statt Gold: Zwei Jahre nach ihrem 100-m-Sieg in Barcelona ist Verena Sailer bei der Leichtathletik-EM in Helsinki leer ausgegangen. In 11,42 Sekunden verpasste die 26 Jahre alte Mannheimerin am Donnerstag als Sechste die zweite Medaille für das deutsche Team. Am Vortag hatte es über 5000 m Silber für den Tübinger Arne Gabius gegeben.

"Ich wollte hinten noch ein bisschen Gas geben, aber es ging nicht. Ich bin schon echt enttäuscht", sagte Sailer. Gold ging an die Bulgarin Iwet Lalowa in 11,28 Sekunden vor der Ukrainerin Olesja Powch (11,32) und Lina Grincikaite (11,32) aus Litauen. Sailers Klubkollegin Anne Cibis (11,54) belegte Rang sieben, Tatjana Pinto (Münster/11,62) wurde Achte.

Verena Sailer zog zumindest zwei positive Erkenntnisse aus der enttäuschenden Vorstellung: "Aus Fehlern kann man lernen, wir werden analysieren. Und wie die Finalbesetzung gezeigt hat, haben wir auch eine starke Staffel. Darauf hoffe ich am Sonntag."

Die 26-Jährige, die im Vorlauf in 11,14 Sekunden deutsche Jahresbestzeit gelaufen war, hatte sich die Steigerung ihrer persönlichen Bestmarke (11,10) vom EM-Sieg 2010 vorgenommen. Doch am Ende verkrampfte die gebürtige Allgäuerin, die noch kurz vor dem Ziel eine Medaille vor Augen zu haben schien. Ihre schwache Zeit ist auch durch 0,7 m Gegenwind zu erklären.

Erst am 9. Juni hatte die lange verletzte Ex-Europameisterin nach einer zuvor schwächeren Zeit in Mannheim in 11,19 Sekunden ihre Rückkehr gefeiert und auf Anhieb die Olympianorm geschafft. Im Juli 2011 hatten sie hartnäckige Beschwerden an der Achillessehne zum Saisonabbruch und WM-Verzicht gezwungen.

Die in diesem Jahr auf 11,19 verbesserte Tatjana Pinto meinte zum EM-Finale: "Über Platz acht bin ich nicht enttäuscht, sondern eher über den Lauf." Auch Cibis war unzufrieden: "Wenn man den Abstand nach vorn betrachtet, ist das genau das, was ich kann. Das war schon fast das Optimum, jetzt bin ich gespannt auf die Staffel."

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