Rossi total frustriert: "Es ist sinnlos"

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Von seinem Gefährt enttäuscht: Valentino Rossi

Rom - Valentino Rossi hat seiner Enttäuschung nach dem missglückten Start in die Motorrad-WM freien Lauf gelassen. "Es ist sinnlos, das Motorrad lässt sich einfach nicht gut fahren."

Rom (SID) - Superstar Valentino Rossi hat seiner Enttäuschung nach dem missglückten Start in die Motorrad-WM freien Lauf gelassen. "Es ist sinnlos, das Motorrad lässt sich einfach nicht gut fahren. Unsere Lage ist noch schlechter als im vergangenen Jahr" sagte der neunmalige Weltmeister der italienischen Sporttageszeitung Gazzetta dello Sport. Rossi war beim Großen Preis von Katar mit seiner Ducati nicht über den zehnten Platz hinausgekommen und dabei sogar hinter dem achtplatzierten MotoGP-Neuling Stefan Bradl geblieben.

Der italienische Nationalheld zweifelt mittlerweile daran, dem Team bei der Bewältigung der Schwierigkeiten mit der Desmosedici GP12 helfen zu können. "Ich habe Anweisungen zu den Problemen am Motorrad gegeben, doch wir haben sie nicht lösen können. Leider kann ich nicht alles allein machen, ich bin schließlich kein Ingenieur. Wir haben mehr oder weniger dieselben Probleme der vergangenen Saison", betonte Rossi.

Schon im vergangenen Jahr war der erfolgsverwöhnte 33-Jährige nach seinem Wechsel zu Ducati hinterhergefahren und nur WM-Siebter geworden. Zum ersten Mal in seiner langen Karriere gelang Rossi kein Sieg. Der Star der MotoGP-Szene kritisiert, dass die Maschine zwar auf geraden Strecken wettbewerbsfähig sei, in Kurven aber stark an Geschwindigkeit verliere. Auch mit den Reifen gebe es zunehmend Probleme.

Die Presse in der Heimat spekuliert schon über eine vorzeitige Trennung zwischen Rossi und seinem Team. "Ducati funktioniert nicht und Rossi sinkt immer tiefer. Diese tödliche Kombination treibt Valentinos Motivation immer mehr in die Tiefe. Nicht ausgeschlossen wird, dass Rossi seinen Vertrag mit Ducati bald auflösen wird", schrieb La Repubblica am Dienstag. "Ist die Ehe mit Ducati am Ende?", fragt das Blatt.

Valentinos Vater Graziano ist besorgt. "Valentino ist sehr bedrückt, seine Stimmung ist trüb. Ich glaube aber nicht, dass er gerade jetzt das Schiff verlassen wird. Er hofft noch, dass sein unreifes Motorrad ab Mitte der Saison bessere Resultate ermöglichen wird. Sollte sich die Lage im Juni jedoch nicht bessern, wird Valentino reagieren", erklärte Graziano Rossi. Der Vertrag läuft am Ende der Saison aus.

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