Raub im Spielcasino: Zweitligaprofi angeklagt

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Ein Profi von Erzgebirge Aue wurde angeklagt

Berlin - Gegen einen Profi des Zweitligisten Erzgebirge Aue ist Anklage wegen schweren Raubes erhoben worden. Das bestätigte ein Justizsprecher für die Berliner Strafgerichte dem SID.

Berlin (SID) - Gegen einen Profi des Fußball-Zweitligisten Erzgebirge Aue ist Anklage wegen schweren Raubes erhoben worden. Das bestätigte Robert Bäumel, Justizsprecher für die Berliner Strafgerichte, dem Sport-Informations-Dienst (SID). Der 22 Jahre alte Angeklagte hat über seine Tatbeteiligung bereits ein umfassendes Geständnis abgelegt. Einen genauen Termin für die Verhandlung vor dem Berliner Landgericht gibt es noch nicht.

Dem Spieler wird vorgeworfen, bei einem von insgesamt sieben Überfällen einer kriminellen Bande auf Spielcasinos beteiligt gewesen zu sein. Dabei soll er in die Spielhalle gegangen sein, um dort die Sachlage zu prüfen. Als seine mutmaßlichen Mittäter den Raub begingen, soll sich der Fußballprofi auf der Toilette befunden haben.

Der Angeklagte war bislang zu keiner Stellungnahme zu erreichen. Bei einer Verurteilung wegen schweren Raubs droht eine Freiheitsstrafe zwischen drei und 15 Jahren, allerdings darf er aufgrund des Geständnisses und der besonderen Umstände seiner möglichen Tatbeteiligung auf eine Strafminderung hoffen.

Erzgebirge Aue stellte sich hinter seinen Profi. "Der Spieler wird weiter trainieren und spielen, wenn ihn der Trainer aufstellt. So lange er nicht verurteilt ist, ist er unschuldig für uns", sagte FCE-Präsident Bernd Keller.

Zur "Machetenbande", wie die kriminelle Gruppe wegen ihrer brutalen Vorgehensweise mit Hieb- und Stichwaffen vom Boulevard getauft wurde, soll auch ein Spieler des Drittligisten SV Babelsberg gehören. Gegen ihn und weitere Tatverdächtige war ebenfalls Anklage wegen schweren Raubs erstattet worden.

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