Rallye Dakar: Al-Attiyah meldet sich zurück

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Aktuell auf Rang sechs: Nasser Al-Attiyah

Copiapó - Einen Tag nach der wetterbedingten Zwangspause des Rennens am Freitag hat sich Titelverteidiger Nasser Al-Attiyah bei der Rallye Dakar eindrucksvoll zurückgemeldet.

Copiapo (SID) - Einen Tag nach der wetterbedingten Zwangspause des Rennens am Freitag hat sich der zuletzt vom Pech verfolgte Titelverteidiger Nasser Al-Attiyah bei der Rallye Dakar eindrucksvoll zurückgemeldet. Der Katarer, der zuletzt unter anderem wegen Kühlerproblemen viel Zeit verloren hatte, siegte auf den 419 Wertungskilometern der 7. Etappe um die chilenische Stadt Copiapo in 3:26:57 Stunden vor seinem Hummer-Markenkollegen Robby Gordon aus den USA und Rekordgewinner Stéphane Peterhansel aus Frankreich (Mini All4). Dirk von Zitzewitz (Eutin) und dessen südafrikanischer Pilot Giniel de Villiers landeten im Toyota Hilux mit einem Rückstand von 21 Minuten auf Platz sechs.

In der Gesamtwertung arbeitete sich Al-Attiyah auf den sechsten Rang vor, ist mit einem Rückstand von 42:54 Minuten auf den Führenden Peterhansel aber nach wie vor weit abgeschlagen. Bester Deutscher im Klassement ist von Zitzewitz auf Position fünf (34:07 zurück).

Bei den Motorradfahrern verkürzte der Spanier Marc Coma (KTM) mit seinem dritten Tagessieg den Rückstand auf den Gesamtführenden Cyril Desprès aus Frankreich (KTM). Coma verwies in 3:51:35 Stunden Desprès (2:03) und den Portugiesen Paulo Goncalves (Husquarna/2:49) auf die Plätze. Desprès' Polster in der Gesamtwertung auf den Zweitplatzierten Coma schmolz auf 7:48 Minuten. Mit einem Rückstand von 49:39 Minuten folgt der Portugiese Helder Rodrigues (Yamaha) auf Rang drei.

Die sechste Etappe am Freitag war wegen schlechter Witterungsbedingungen in den Anden gestrichen worden. Regen und anhaltende Schneefälle in der Grenzregion zwischen Argentinien und Chile hatten einen reibungslosen Ablauf des Teilstücks unmöglich gemacht. In der Region um den Start -und Zielort Copiapo waren im August 2010 33 verschüttete Bergleute nach 17 Tagen in einer spektakulären Rettungsaktion befreit worden und hatten damit weltweit für Schlagzeilen gesorgt.

Für die 33. Rallye Dakar hatten sich insgesamt 465 Wettbewerber aus 50 Nationen in die Starterlisten eingetragen. Das Rennen führt im weiteren Verlauf durch Chile und endet nach insgesamt 8500 Kilometern am 15. Januar in der peruanischen Hauptstadt Lima. Am Sonntag steht der einzige Ruhetag des Rennens auf dem Programm.

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