Raffael beendet Herthas Heimfluch

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Raffael traf zum 1:0-Endstand gegen Stuttgart

Berlin - Hertha BSC Berlin hat am 4. Spieltag der Fußball-Bundesliga einen 1:0-Heimsieg über den VfB Stuttgart eingefahren. Raffael traf in der 86. Minute für die Hauptstädter.

Berlin (SID) - Raffael hat den Bann gebrochen: Hertha BSC Berlin hat nach 17 Bundesliga-Heimspielen und 748 Tagen ohne Sieg im heimischen Olympiastadion wieder einen Dreier eingefahren. Die Mannschaft von Trainer Markus Babbel siegte dank des Treffers des Brasilianers in der 86. Minute mit 1:0 (0:0) gegen den VfB Suttgart und feierte damit gleichzeitig den ersten Sieg der Saison.

Der Aufsteiger, der seit dem 8. August 2009 (1:0 gegen hannover 96) ohne Liga-Heimsieg war, verbesserte sich mit nur fünf Punkten aus den ersten vier Spielen auf dem zehnten Platz, während die Schwaben mit nur vier Zählern nunmehr einen Rang hinter den Berlinern stehen.

Vor 52.232 Zuschauern im Berliner Olympiastadion erarbeiteten sich die Stuttgarter in der Anfangsphase schnell Feldvorteile. Der VfB versuchte es zunächst mit hohen Bällen in den Strafraum, allerdings bekamen die Gäste diese nicht unter Kontrolle. In der Folge gestalteten die Berliner die Begegnung kurzzeitig ausgeglichener, ohne jedoch zu überzeugen.

Als Patrick Ebert Raffael mustergültig an der Strafraumgrenze freispielte, verstolperte der Mittelfeldspieler leichtfertig den Ball und wurde problemlos am Schuss gehindert (12.). Ansonsten fehlte es den schwachen Hauptstädtern größtenteils an Ideen und Mitteln. Coach Babbel, der vor dem Spiel für Unruhe sorgte, als er "dem Berliner an sich" in einem Interview wegen der hohen Erwartungshaltung Größenwahn vorwarf und auch die Medienlandschaft der Stadt scharf attackierte, konnte mit dieser Leistung nicht zufrieden sein.

Zudem hatten die Hausherren Glück, als der oft zu langsame Kobiashwili kurz vor der Pause den agilen Cacau von den Beinen holte und ein durchaus gerechtfertigter Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Jochen Drees ausblieb (40.).

Die Schwaben versuchten ihr Offensivspiel zumeist über Nationalspieler Cacau und Shinji Okazaki aufzuziehen, und hatten in den ersten 45 Minuten mehr vom Spiel. Die besten Gelegenheiten boten sich dem VfB, als Okazaki nach einem Freistoß an die Latte köpfte (28.) und Cacau freistehend vor dem Tor scheiterte (29.).

Nach dem Seitenwechsel spielten die Gäste weiter mutig nach vorn und zwangen die Hertha in die eigene Hälfte. Doch wie schon in der ersten Halbzeit konnten sich die Berliner befreien. Zwingende Torchancen blieben jedoch auf beiden Seiten Mangelware, bis sich Ramos eine Gelegenheit bot, als er mit einem Kopfball an VfB-Torhüter Sven Ulreich scheiterte (69.).

Stuttgarts Trainer Bruno Labbadia musste auf den gelb-rot-gesperrten Khalid Boulahrouz verzichten, bei den Berliner fehlte Maik Franz aufgrund eines Nasenbeinbruchs aus dem letzten Spiel in Hannover. Für ihn rückte Roman Hubnik in die Innenverteidigung. Außerdem stand Stürmer Pierre-Michel Lasogga bei den Herthanern erstmals in der Startaufstellung. Nach einer schwachen Leistung könnte sich das in der nächsten Woche wieder ändern.

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