Es sollte ein Abenteuer werden, eine außergewöhnliche sportliche Herausforderung – und es wurde Beides: Robert Moormann und Fritz Eberlein mit Ihren sechs Betreuern nahmen Mitte August am härtesten Radrennen Europas, dem „Race Around Austria“ teil. 2.200km und 28.000 Höhenmeter nonstop rund um Österreich.

© Team Campana HYDRO POWER
Start des Teams Campana HYDRO POWER.
Nach intensiver Vorbereitung (Race Around Austria: Mit dem Rennrad rund um Österreich) war es am 12. August um 16:24 Uhr endlich soweit: In Schärding (Oberösterreich) fiel der Startschuss, Robert und Fritz rollten unter dem aufmunternden Applaus von einigen hundert Zuschauern von der Startrampe, noch ungewiss, was sie in den kommenden vier Tagen und Nächten erwartet.
Nach einer guten und sorgfältigen Vorbereitung des gesamten Teams gehen Fritz Eberlein kurz vor dem Rennen noch einige Gedanken durch den Kopf: „Sind wir nicht doch verrückt, solch ein Rennen zu bestreiten?“ „War das Training der vergangenen 12 Monate wirklich richtig?“ „Was passiert, wenn das Team nicht ‚funktioniert‘, wenn Stress entsteht, wenn Pannen oder Erschöpfung uns zur Aufgabe zwingen? Können wir mit dem Druck umgehen?“
Aber die Aufregung hält alle wach – selbst die, die eigentlich schlafen sollten, um fit für Ihren nächsten Einsatz hinter dem Steuer oder als Navigator zu sein. Als aber klar wird, dass Robert und Fritz wirklich gut trainiert sind – sie fahren ruhig den geplanten Schnitt von ca. 22km/h, eher noch etwas schneller – beruhigt sich alles etwas.
Dennoch bleiben Fragen: Halten die Fahrer die Belastung 4 Tage durch? Finden die Betreuer ausreichend Schlaf?
Von den sechs Begleitpersonen sind immer mindestens 3-4 im Einsatz, nur die anderen können einige Stunden ruhen. Hinzu kommt, dass die anderen 2er-Teams (fünf weitere sind gestartet) ein teilweise deutlich höheres Tempo anschlagen. Bereits nach 4 Stunden hat das Campana-Team auf einige Konkurrenten eine Dreiviertelstunde Rückstand. Läuft etwas falsch?
Die beiden Radfahrer sind derweil weiter ruhig und konzentriert unterwegs – und nach wie vor schneller als geplant: Vom letzten, sechsten Platz nach 12 Stunden haben sie sich bis zur Mitte des zweiten Tages bereits auf Platz 3 der 2er-Wertung vorgearbeitet! Auch wenn die Muskeln mittlerweile ermüdet sind, haben sie sich an den zweistündigen Wechsel aus Radfahren und Ruhepause gewöhnt, selbst kurzzeitige Schlafphasen sind nun möglich.
Physiotherapeutin Catherine Stockman, die „nebenbei“ ebenfalls als Fahrerin oder Navigatorin eingespannt ist, massiert immer wieder die Beine und den Nacken der Radfahrer – auf einer 1x2-Meter-Liege im VW-Bus zwischen verschwitzten Radtrikots und Sportlern, die in vier Tagen nur 1-2 Mal duschen können, keine beneidenswerte Aufgabe…
Teil 2: Race around Austria 2011 - Herausforderung Großglockner und die Fahrt auf Platz 2

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