Ausdauertraining

Training der Radprofis: Spezielle Einheiten für spezielle Ziele!

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Im zweiten Teil zum Trainingsalltag von Radprofi Björn Thurau erläutert sein Coach Dennis Sandig die Zielsetzung sowie eine effektive Planung der Einheiten, abgestimmt auf die Rennen.

Je nach Rennen werden in den Wochen vor einem Start immer auch speziellere Trainingseinheiten verplant. Ist ein Rennen bergig, spielen Bergintervalle eine große Rolle. Lange Rennen wie Mailand-San Remo müssen auch mit überlangen Trainingseinheiten vorbereitet werden. Ähnlich sollten auch Sie als Jedermann vorgehen und immer die Zielbelastungen im Blick haben. Ötztaler und Transalp sind eben andere Rennen als „Rund um Köln“ oder der „Sparkassen Giro“ im Münsterland. 

Die richtigen Tests liefern wichtige Informationen

Wichtige Informationen zu den nächsten Trainingsinhalten liefern immer auch spezielle Tests. Björn Thurau war nach seinem Einsatz bei Paris-Roubaix zur Leistungsdiagnostik in unserem Institut in Frankfurt. Dabei geht es darum zu sehen, wie der Körper die letzten Wochen überstanden hat. Sind Überlastungen zu erkennen? Funktioniert der Fettstoffwechsel wie gewünscht? Was macht das Stehvermögen? Vom Ablauf her macht Björn dabei das selbe wie ein Jedermann oder ein Einsteiger. Bei einer ansteigenden Belastung werden mit Hilfe einer Spiroergometrie die Sauerstoffaufnahme und das Kohlendioxid in der Atemluft erfasst. So erhalte ich einen tiefen Einblick in Björns Körper. Während beim Jedermann dabei nach 280 - 370 Watt Schluss ist, erreicht Björn maximale Leistungswerte im Test um 500 Watt. 

Die Messwerte unterscheiden sich so sehr vom Jedermann 

Die Messwerte sind dabei gar nicht so außergewöhnlich, wie man vielleicht angesichts der „Anekdoten“ um Messwerte mancher Toursieger denken mag. Björns Sauerstoffaufnahme liegt in der Saison maximal bei 60 - 70 ml/min/kg Körpergewicht. Viele Jedermänner die zu uns kommen erreichen ähnliche Werte. Allein die Fettverbrennung und die Ausschöpfung der Maximalwerte im unteren Bereich unterscheiden sich dann von einem Profi. Wichtiger als einzelne Zahlen sind für den Trainer ohnehin die Veränderungen, die während einer solchen Belastung erkennbar sind. Jede Veränderung wird von mir registriert und kann im nächsten Trainingsplan zu veränderten Inhalten führen. Ein solcher Test ist dabei nicht nur für Profis interessant, sondern liefert auch Ihnen als Freizeitsportler spannende Informationen. 

Trainingsplanung: Neue Reize setzen!

Schlüseleinheiten im Radtraining

Gerade wenn Sie schon länger dem Radsport verfallen sind, müssen Sie eine wichtige Trainingsregel beherzigen! Ihr Körper benötigt für Anpassungen und Trainings- wirksame Reize immer wieder neue Trainingsinhalte und neue Reizkonfigurationen. Das ist eine Schlüsselfunktion für erfolgreiches Training. Bei jedem Radprofi müssen also immer wieder neue Intervallformen und Antritte in das Training eingebaut wer- den, um weiterhin von Anpassungen zu profitieren. Einige von Björns Trainingstipps stellen wir Ihnen in der nebenstehenden Tabelle vor.

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