Radprofi Martin aus Klinik entlassen

+
Glück im Unglück für Radprofi Tony Martin

Zürich - Tony Martin konnte zwei Tage nach seinem schweren Unfall die Uni-Klinik in Zürich wieder verlassen und braucht sich keiner Operation zu unterziehen.

Zürich (SID) - Glück im Unglück für Tony Martin: Der Radprofi konnte zwei Tage nach seinem schweren Unfall die Uni-Klinik in Zürich wieder verlassen und braucht sich keiner Operation zu unterziehen. Dies gab Martins Team QuickStep am Freitag bekannt.

Zwar ist noch offen, wann der Zeitfahr-Weltmeister ins Training zurückkehrt, ein Start bei der Tour de France und bei den Olympischen Spielen scheint damit sicher, auch wenn Martins Manager Jörg Werner dies noch nicht definitiv bestätigen wollte. "Wir sind sehr optimistisch, wollen aber noch ein paar Tage abwarten, bis wir uns abschließend äußern", sagte Werner dem SID.

Martin war erleichtert, dass der Crash ohne schwerwiegende Folgen geblieben ist. "Ich fühle mich viel besser als in den letzten zwei Tagen. Ich bin glücklich, dass die Brüche keine Operation erfordern. Das ist mir sehr wichtig", sagte Martin: "Am Tag des Unfalls habe ich noch gedacht: Warum passiert mir so etwas? Aber nun muss ich sagen, dass ich Glück hatte. Es hätte viel schlimmer kommen können."

Obwohl neben einigen Brüchen im Gesicht in der Züricher Klinik noch zusätzlich kleine Frakturen im linken Schulterblatt und im Oberarm festgestellt wurden, bleibt Martin ein Eingriff erspart. Ausdrücklich bedankte er sich bei den Ärzten, Betreuern und seiner Familie, die ständig bei ihm war.

Der Cottbuser war beim Training in seiner Schweizer Wahlheimat mit einem Auto kollidiert. Martin flog bei dem Zusammenstoß durch die Scheibe des Wagens und verlor dabei das Bewusstsein.

"Wie genau der Zusammenprall mit dem Auto abgelaufen ist, weiß ich nicht. Ich kann mich nicht daran erinnern und war nach dem Unfall etwa 15 Minuten bewusstlos. Was ich weiß, ist, dass ich etwa 35 bis 40 Kilometer pro Stunde auf einem leicht abschüssigen Radweg drauf hatte, als wahrscheinlich eine Frau mit ihrem Auto den Weg gekreuzt hat. Dann gingen die Lichter aus", hatte Martin auf seiner Homepage erklärt. Der 26-Jährige erlitt bei der Kollision nahe seines Wohnortes Kreuzlingen am Bodensee einen Jochbein- und Kieferbruch und eine angebrochene Augenhöhle. "Meine linke Gesichtshälte ist total zermatscht", sagte Martin. Er wurde zunächst ins Kantonsspital von Münsterlingen gebracht und auf der Intensivstation betreut. Am Donnerstag erfolgte die Verlegung nach Zürich.

Auch interessant

Kommentare