Radtraining

Mehr Komfort beim Radfahren

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Ob Mountainbike oder Rennrad - so erhöhen Sie Ihr Radkomfort 

Ein Messer im Nacken, schmerzende Knie, ein wunder Po oder Verspannungen im Kreuz – die Liste der Beschwerden ist lang, die einem das Radvergnügen vermiesen können. Diese Tipps sorgen für mehr Komfort beim Radfahren.

Die falsche Sitzposition ist der häufigste Grund dafür, dass Radfahrer bei ihrem Hobby Schmerzen erleiden. Bereits die falsche Rahmengröße kann dazu führen, dass man sehr unentspannt auf dem Rad sitzt. Für kurze Zeit lässt sich das vielleicht noch aushalten, aber spätestens, wenn die Radausfahrten länger werden, treten plötzlich Beschwerden zu Tage, die man vorher nicht erwartet hat.

 

Bikefitting ist Pflicht

Dabei können vor allem die 3 Kontaktpunkte zwischen Mensch und Maschine zu Problemen führen. Falsch eingestellte Cleats oder Schuhplatten haben Auswirkung auf die Beinführung und können die Gelenke einseitig belasten.

Bikefitting ist Pflicht!

Aber auch die falsche Sitzhöhe ist eine Problemquelle: Ist der Sattel zu hoch, schaukelt man unweigerlich mit der Hüfte hin und her. Dabei geht zum einen Kraft verloren und zum anderen werden die Hüftgelenke falsch belastet. Das kann auf Dauer schmerzhaft werden.

Ist der Sattel zu niedrig eingestellt, werden unter anderem die Knie falsch belastet. Zudem kann man so gar nicht seine ganze Kraft aufs Pedal bringen. Durch die korrekte Sattelhöhe werden außerdem die meisten Sitzprobleme beseitigt.

Der Lenker sollte ebenfalls überprüft werden. Hier korrigiert man eventuell eine zu starke Sitzüberhöhung, sollte die Lenkerbreite auf die eigene Statur abstimmen und den Vorbau anpassen. Durch die richtige Lenkerposition wird der Nacken deutlich entlastet.

 

Weitere Komfort-Faktoren

Neben der optimalen Sitzpostion gibt es aber noch ein paar andere Faktoren, die für den Komfort auf dem Rad verantwortlich sind. Eine gute Radhose mit anatomischen Sitzpolstern entlastet beispielsweise die Sitzbeinhöcker. Ein passender Sattel kann auch für Entlastung sorgen. Probieren Sie daher ruhig verschiedene Modelle aus, statt sich blind auf eine Empfehlung oder einen Testbericht zu verlassen.

Nicht zuletzt können Sie natürlich durch Training einiges dafür tun, dass Sie die Zeit im Sattel als komfortabel empfinden. Durch Dehnübungen lässt sich die Beweglichkeit verbessern, was direkten Einfluss auf die Sitzposition hat. Auf einem Zeitfahrrad sitzen Sie beispielsweise direkt bequemer, wenn Sie Ihre Beweglichkeit steigern oder Sie können sogar eine aerodynamischere Position einnehmen.

 

Training und Gewöhnung

Eine sehr wichtige Maßnahme ist auch ein begleitendes Athletiktraining. Das gilt nicht nur für ambitionierte Athleten und Leistungssportler, sondern vor allem auch für die Masse der Hobbysportler. Eine starke Rumpfmuskulatur entlastet Sie nämlich nicht nur beim Radfahren, sondern schützt auch vor Rückenbeschwerden im Arbeitsalltag. (Lesen Sie dazu auch: Athletiktraining – Verbessern Sie die Funktionalität Ihrer Muskeln)

Als letzten Punkt sollten Sie eine langsame Gewöhnung an längere Radausfahrten in Betracht ziehen. Selbst ambitionierte Radfahrer haben im Frühjahr Sitzprobleme, wenn Sie den ganzen Winter über nichts getan haben. Statt beim ersten Sonnenschein gleich einen Radmarathon von mehreren Stunden zu planen, ist es sinnvoll, sich langsam wieder an die Position auf dem Sattel zu gewöhnen.

Idealerweise bleiben Sie im Winter zumindest mit Rollentraining oder Spinning am Ball und fangen dann mit kurzen Einheiten an. Diese können Sie dann von mal zu mal etwas ausdehnen.

 

Viel Spaß beim Radeln.

 

Jörg Birkel

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