Studie

Sprintintervalle verbessern Ihre radsportspezifische Ausdauer

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Eine Studie über die Auswirkungen von Sprintintervallen auf Ihre radsportspezifische Ausdauer.

In früheren Studien zeigte sich, dass sich nach 2 Wochen mit täglichem Sprintintervall-Training (SIT) zwar die Kapazitäten des Zitratzyklus verbesserten, dies aber keinerlei Auswirkungen auf die anaeroben Kapazitäten hatte.

Vermutlich lag das an der chronischen Überlastung aufgrund des großen Trainingsumfangs. Zu den möglichen Effekten eines reduzierten SIT gibt es nur wenige Informationen. Zu den möglichen aeroben Anpassungen eines solchen Trainings existieren aktuell gar keine Untersuchungen – außer in Verbindung zur maximal gemessenen Sauerstoffaufnahme (VO2peak).

In einer anderen Studie untersuchten kanadische Wissenschaftler die Auswirkungen von 6 Trainingseinheiten SIT innerhalb von 2 Wochen, wobei zwischen den Trainingseinheiten je 2 Ruhetage lagen. Neben dem Zitratzyklus wurde auch die Leistungsfähigkeit bei 80 % der VO2peak gemessen.

Das Training bestand aus jeweils 4–7 maximal 30-sekündigen Wingate-Tests, dem Standardtest zur Erfassung der anaeroben Fähigkeiten. Dabei zeigten sich signifikante Anpassungen in den Kapazitäten des Zitratzyklus und eine vermehrte Einlagerung von Glykogen in der Muskulatur. Die Leistung bei 80 % der VO2peak verbesserte sich um 100 % (51 + 11 min/26 + 5 min). Eine Steigerung der VO2peak konnte hingegen nicht festgestellt werden.

Wenn Sie gezielt intensive Intervalle in Ihr Training integrieren, sind also auch Anpassungen hinsichtlich der oxidativen Kapazitäten zu erwarten!

 

Journal of Applied Physiology, 2005, Bd. 98, S. 1985–1990.

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