Radtraining

Was tun gegen einen wunden Hintern beim Radsport?

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So schützen sich Radsportler vor einem wunden Hintern

Ein Radrennfahrer muss seinen Hintern besser pflegen als sein Gesicht, hat Rudi Altig einmal gesagt. Dieses Problem kennen aber nicht nur Radprofis, sondern auch Hobbysportler und Mountainbiker oder Triathleten. Was gegen einen wunden Hintern hilft, erklärt Sportexperte Jörg Birkel.

Besonders im Frühjahr und Sommer, wenn wieder viele Radfahrer, Rennradler oder Mountainbiker und Triathleten unterwegs sind, muss das Sitzfleisch einiges aushalten. Durch die häufig lange Pause im Winter ist der Hintern nichts mehr gewöhnt und beginnt schon nach kurzer Zeit im Sattel zu schmerzen.

Idealerweise versucht man daher, bereits früh die ersten Radkilometer für die neue Saison einzufahren. Regelmäßiges Radeln bereitet den Po auf den Saisonauftakt im Frühjahr vor. Dennoch lässt es sich nicht immer vermeiden, dass der Allerwerteste nach mehreren aufeinanderfolgenden Tagen im Sattel wund wird.

Typische Beschwerden reichen von Druckschmerz über eine Rötung bis hin zu wund geriebenen Stellen, Furunkeln oder Abszessen. Solche Probleme sind nicht nur schmerzhaft, sie mindern auch die Leistungsfähigkeit und sind somit kontraproduktiv für ein Trainingslager.

Mit ein paar Profi-Tipps lässt sich das Schlimmste vermeiden!

 

Profi-Tipp 1

Tragen Sie immer frisch gewaschene Radhosen, lautet daher die wichtigste Regel im Trainingslager. In verschwitzten Radhosen nisten sich nämlich gerne mal Bakterien ein, die Infektionen verursachen können.

 

Profi-Tipp 2

Tragen Sie möglichst hochwertige Radhosen mit gutem Sitzpolster. Gerade wenn es um den Hintern geht, wäre das nämlich am falschen Ende gespart.

 

Profi-Tipp 3

Tragen Sie unter der Radhose keine Unterwäsche. Dadurch vermeiden Sie unnötige Falten und Reibungspunkte.

 

Profi-Tipp 4

Wechseln Sie regelmäßig die Hosenmarke. Tragen Sie verschiedene Hosenform, bilden sich nicht so schnell Druckstellen.

 

Profi-Tipp 5

Tragen Sie vor der Ausfahrt Sitzcreme auf mögliche Druckstellen sowie auf die Sitzpolster auf. Auch Melkfett oder Vaseline pflegen die strapazierte Haut vor der Beanspruchung.

 

Profi-Tipp 6

Achten Sie bei der Radhose vor allem auf einen guten Sitz. Eine schlecht sitzende Radhose wirft womöglich Falten und führt so zu wunden Stellen. Optimal sind anatomische geformte Radhosen. Frauen sollten zudem auf Hosen ohne Mittelnaht im Polster achten.

 

Profi-Tipp 7

Ziehen Sie die verschwitzte Radhose direkt nach dem Training aus und bleiben nicht unnötig lange darin sitzen.

 

Profi-Tipp 8

Idealerweise duschen Sie unmittelbar nach der Radausfahrt, reinigen Ihren Hintern dabei mit einer antibakteriellen Seife und tragen eine feuchtigkeitsspendende Pflegecreme auf.

Lesen Sie auch: Bei guter Gesundheit im Trainingslager

Jörg Birkel

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