Radtraining

Rad-Cross: Warum ausgerechnet im Gelände trainieren?

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Das Cross-Training bietet viele Synergie-Effekte auch für den Straßensport.

Das Cross-Trainnig bietet zahlreiche ergänzende zum "normalen" Radtraining auf der Straße. Neben den meist höheren Intensitäten, können vor allem die Technik und Radbeherrschung sehr effektiv trainiert werden.

Gerade in den Wintermonaten, wenn es nass und kalt wird, ist das Training mit höheren Intensitäten problematisch, wenn Sie auf einem Rennrad auf der Straße unterwegs sind. Wenn Sie mal schneller fahren und schwitzen, kühlt Ihr Körper auch schneller aus, so dass das Immunsystem besonders beansprucht wird. Trainieren Sie hingegen mit dem Crosser im Gelände, sind Sie durch den erhöhten Rollwiderstand mit geringeren Geschwindigkeiten unterwegs. Der Fahrtwind ist zudem im Wald weniger kalt, als im offenen Gelände. Die Streckenauswahl mit dem Crosser bietet zudem vielfältige Möglichkeiten das Training auf Ihre kommende Saison auszurichten. Auch Jedermänner und -frauen sollten bereits im Winter einen Grundstock an intensiveren Trainingsinhalten in ihre Ausfahrten einbauen. Intervalltraining in der Ebene und am Berg und auch „Sweet-Spot“ Training lassen sich hervorragend mit dem Crosser in das Training einbauen. So lassen sich ohne Probleme Intervalle und Intensitäten von der Straße in das Gelände verlegen. 

Fitness im Gelände 

Warum sollten Sie im Winter Ihr Intervalltraining ins Gelände verlegen? Ganz einfach: weil es Sinn macht. Wenn Sie auf der Straße trainieren, werden Sie im Winter immer Stellen haben, an denen der Wind Sie auskühlt. Im Gelände fahren Sie höhere Intensitäten mit viel geringeren Geschwindigkeiten. Der höhere Rollwiderstand ist dabei ebenso „günstig“ für Ihr Training wie die Tatsache, dass Sie eben im Wald „windgeschützt“ trainieren können. Aufpassen müssen Sie dabei nur, dass Sie nicht überziehen! Intervalltraining hat zwar sehr wichtige Funktionen. Allerdings zu große Anteile im Intervalltraining eher problematisch, da die „Form“ nur sehr kurze „Plateaus“ erreicht. Bedenken Sie, dass die vollständige Erholung eines sehr intensiven Intervalltraining 6 - 10 Tage dauern kann. Es geht also bei dem Thema „Grundlagenausdauer“ und „Intervalltraining“, die individuellen Voraussetzungen und Zielstellungen zu berücksichtigen. Ganz wichtig ist, dass Ihre Arbeitszeit keine Regenerationszeit darstellt. Sie müssen beim Erstellen Ihrer Trainingsinhalte all diese Faktoren berücksichtigen. 

Warum nicht mal ein Cross-Rennen? 

Cross-Rennen sind besonders hart. Innerhalb von einer knappen Stunde geht es „Vollgas“ zur Sache. Aus diesem Grund haben auch viele Radsportler Vorurteile gegen Querfeldeinrenenn. Die Angst zu früh, zu hart zu trainieren ist jedoch unbegründet. Einzelne intensive Reize im Winter schaden nicht, sondern sind der Garant für ein erfolgreiches Wintertraining. André Greipel, Grischa Janorschke und andere Radprofis machen es vor: Warum nicht mal ein Cross-Rennen fahren und so einen besonders intensiven Reiz setzen? Mittlerweile gibt es auch bei einigen Cross-Rennen Startmöglichkeiten für Jedermänner. Aber eines sollten Sie dabei berücksichtigen: gerade bei einem Crossrennen werden Sie schnell erkennen, wie groß die Bedeutung von Fahrttechnik für Ihre Leistungsfähigkeit sein kann. Wer nicht das Auf- und Absteigen und auch das Rennen in den Laufpassagen und das Übersteigen von Hindernissen übt, ist schnell maßlos überfordert. Wenn Sie diese Aspekte in Ihr Training einbauen, werden Sie auch auf dem Rennrad davon profitieren. Wer diese technischen Anforderungen erfüllen kann, wird auch sein Rennrad viel sicherer beherrschen. Sie verbessern Ihre Balance-Fähigkeit und Ihre Radbeherrschung. Im Training können Sie zudem das Überspringen und Überlaufen von Hindernissen einbauen und so Ihre Radbeherrschung optimieren.

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