Studie

Dehydration beeinflusst die Laktatakkumulation bei Radfahrern

+

Die Forschungsergebnisse von belgischen Wissenschaftlern besagen, dass Dehydration infolge körperlicher Aktivität den Grad der Laktatakkumulation beeinflussen kann, der eine Erschöpfung während des Radfahrens hervorruft .

9 Triathleten absolvierten 2 Testfahrten in zufälliger Reihenfolge:

Hydrierter Zustand

2-gestaffelte Radfahrtests bis zur Erschöpfung (vor und nach dem Test), zwischen denen eine 2-stündige Fahrt lag, während der 1,35 Liter Flüssigkeit pro Stunde verabreicht wurden, um die Probanden hydriert zu halten. Zusätzlich erhielten Sie Kohlenhydrate zur Energieversorgung.

Dehydrierter Zustand

genau wie oben, allerdings ohne Flüssigkeitsversorgung während der Ausdauerfahrt.

Die Forscher waren besonders daran interessiert, zu sehen, wie sich die Dehydration auf die Leistungs-/Laktatkurve auswirkt, d. h., ob die Dehydration zu einer Laktatakkumulation bei niedrigeren Leistungen oder Herzfrequenzen führt. Es ist nicht überraschend, dass es im dehydrierten Zustand zu einem Gewichtsverlust von etwa 2 kg im Vergleich zum hydrierten Zustand kam. Allerdings schien dies nicht die Herzfrequenz zu beeinflussen, bei der die Laktatschwelle erreicht wurde. Die Beziehung zwischen Leistung und Laktatschwelle war anders und sah folgendermaßen aus: Es zeigte sich ein Leistungsabfall von 12 % auf dem gleichen Blutlaktatspiegel – oder anders ausgedrückt, ein höherer Blutlaktatspiegel für dieselbe erzeugte Leistung. Was bedeutet das also für Radfahrer? Den Wissenschaftlern zu Folge sollten Radfahrer, die ein strukturiertes Training auf Grundlage des Blutlaktatspiegels ausführen, einen Herzfrequenzmesser (und nicht etwa einen Leistungsmesser) zur Intensitätsüberwachung des Trainings verwenden, wenn die Dehydration ein potenzielles Problem darstellt. Denn während die Dehydration die Beziehung zwischen Herzfrequenz und Blutlaktat nicht zu beeinflussen scheint, wirkt sie sich jedoch auf die Beziehung zwischen Blutlaktat und Leistungsproduktion aus.


International Journal of Sports Medicine, 2005, Bd. 26 (10), S. 854-858

Weiterführende Artikel:

Die richtige Ernährung für Radfahrer

Rad-Physiologie 

Auch interessant

Kommentare