Putin wollte Neuer-Transfer verhindern

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Clemens Tönnies (l.) und Wladimir Putin

Gelsenkirchen - Der russische Ministerpräsident Wladimir Putin wollte offenbar mit aller Macht den Wechsel von Fußball-Nationaltorwart Manuel Neuer zu Bayern München verhindern.

Gelsenkirchen (SID) - Der russische Ministerpräsident Wladimir Putin wollte offenbar mit aller Macht den Wechsel von Fußball-Nationaltorwart Manuel Neuer von Pokalsieger Schalke 04 zu Rekordmeister Bayern München verhindern. Als sich beide Klubs Ende April bereits grundsätzlich auf einen Transfer geeinigt hatten, trat Putin auf den Plan. "Er war absolut in Manuel vernarrt, ein richtiger Fan von ihm. Er bat mich, alles dafür zu tun, Manuel zu halten", sagte Schalkes Aufsichtsratsvorsitzender Clemens Tönnies, der wegen des Schalker Hauptsponsors Gazprom in Kontakt zu Putin steht, der Sport Bild.

Doch Schalke nahm dennoch davon Abstand, Neuer gegen dessen Willen bis zum Vertragsende im Juni 2012 zu halten. "Bei Manuel war es keine Geldfrage mehr - das mussten wir akzeptieren. Das zeigt, was für einen einwandfreien Charakter Manuel hat. Er wollte sich verändern."

Dass die Schalker Fans Neuer und später auch den ehemaligen Spitzenreferee Markus Merk in der Arena heftig beschimpften, besorgt auch Tönnies: "Wir müssen aufpassen, dass der gute Ruf der Schalker Fans nicht verloren geht."

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