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Pilates-Training daheim oder im Studio - das müssen Sie beachten

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Ob daheim oder im Studio: Wenn Sie diese Tipps befolgen kann Pilates Ihnen viel bringen

Pilates eignet sich für jedes Alter und jeden Fitnesslevel. Je nach persönlichem Zustand und Bedürfnis können Sie Ihr Pilates-Training anpassen: Ob im Studio oder daheim, diese Dinge sollten Sie beachten.

Sollten Sie unsicher sein oder Verletzungen beziehungsweise Schmerzen haben, dann wenden Sie sich vor dem Trainingsbeginn sicherheitshalber an einen Arzt oder Physiotherapeuten. Pilates ist auch im Falle von gesundheitlichen Einschränkungen sehr empfehlenswert, aber nur als Personal Training mit einem gut ausgebildeten Pilates-Trainer unter Rücksprache mit den Medizinern. Im Einzeltraining können dann der Einschränkung entsprechend genau die richtigen Mobilisations- oder Kräftigungsübungen ausgewählt werden und im Einklang mit dem Genesungsprozess eingesetzt werden. Auch bei Schwangerschaft und Rückbildung ist es wichtig, mit einem professionellen Pilates-Trainer zu arbeiten.

Wenn Sie gesund und munter sind, sollten Sie sich vorzugsweise ein gut qualifiziertes Pilates-Studio suchen, das das gesamte Repertoire auf der Matte und an den Geräten anbietet. Das beste Gütesiegel für Unterrichtsqualität ist eine Mitgliedschaft des Trainers beim Deutschen Pilates-Verband. Denn hier werden nur diejenigen Trainer aufgenommen, die eine sehr umfangreiche Ausbildung absolviert haben.

Möchten Sie lieber zuhause trainieren, dann bietet sich das Matten-Repertoire an. Hierzu gibt es viele Bücher und auch DVD’s. Das große Pilates Buch, Gräfe und Unzer Verlag, erklärt in drei Schwierigkeitsstufen das klassische Matten-Programm von Joseph Pilates. Oder mögen Sie lieber mitturnen? Dann bietet sich beispielsweise die DVD „Pilates“, Gräfe und Unzer Verlag an - hier gibt es 4 kurze Programme, die jeweils 15-20 Minuten dauern, aber auch kombiniert werden können, wenn Sie länger trainieren möchten.

 

Das brauchen Sie für ein Training daheim

Erst einmal Ruhe und etwas Zeit. Der hektische Alltag sollte kurz pausieren dürfen- also Handy, Türklingel und Telefon aus und los geht es. Gönnen Sie sich einfach ein paar Minuten für sich allein. Nach dem Training sind sie viel leistungsfähiger und holen die Zeit sicher schnell wieder herein.

Pilates bringt Sie meist nicht gleich zum Schwitzen, also achten Sie auf eine angenehme Raumtemperatur oder ziehen Sie sich etwas wärmer an. Das tut auch den Muskeln gut, die eher mal krampfen, wenn Ihnen kalt ist. Achten Sie darauf, daß der Raum gut belüftet ist, denn beim Pilates wird bewußt und tief geatmet. So versorgen Sie sich während des Trainings gut mit frischem Sauerstoff.

Wählen Sie dann einen Platz, der groß genug ist, um Arme und Beine in alle Richtungen strecken zu können, wenn Sie auf dem Rücken liegen. Darüber hinaus wäre ein Spiegel schön, damit Sie Ihre Bewegungen überprüfen können.

Zu guter Letzt brauchen Sie dann nur eine rückenfreundliche Unterlage, da Sie beim Pilates oft auf dem Rücken liegen und über Ihre Wirbel rollen. Am besten eignet sich eine herkömmliche Gymnastikmatte, die etwas dicker sein sollte als eine Yoga-Matte. Wenn es Ihnen angenehm ist, dann können Sie sich auch gern ein kleines Kissen unter den Kopf legen- eine Unterlagerung des Kopfes in Rückenlage hilft häufig Nackenspannungen beim Training zu vermeiden. Die Übungen bleiben genauso effektiv, sie fühlen sich nur etwas besser an und schonen die Halswirbel-Gelenke.

 Bezüglich der Kleidung haben Sie natürlich freie Wahl- Sie können gern etwas Bequemes tragen. Umso enger Sie Ihr Outfit wählen, desto besser können Sie sich selbst oder der Trainer korrigieren.

Turnschuhe sind beim Pilates nicht erwünscht, denn viele Übungen sprechen auch die Sprung- und Zehengelenke an - eine Wohltat für die Füße, die in unseren Breitengraden ihr Dasein ohnehin in Schuhen fristen müssen. Aus diesem Grunde nehmen die Schwäche der „zivilisierten“ Füße und die damit verbundenen Fehlstellungen sowie Verletzungen immer weiter zu. Probleme in den Füßen ziehen sich häufig durch den gesamten Körper und beeinträchtigen die Haltung und die Bewegungsweise (das Gangbild). Also trainieren Sie barfuß oder in Socken.

Eine spezielle Musik benötigen Sie für das Training nicht, da bei Pilates die Bewegungen allein dem Rhythmus Ihrer Atmung folgen. Falls Sie dennoch gerne ein bisschen Musik hören, entscheiden Sie sich am besten für eine sanfte Instrumentalmusik ohne eingehenden Takt, der Sie aus dem eigenen Fluss bringen könnte.

 

Nur so bringt es was

Wenn Sie von den positiven Effekten des Trainings profitieren wollen, reicht es nicht, hin und wieder zu üben. Die Regelmäßigkeit ist wichtig. Nur durch kontinuierliches Üben nämlich lernen Sie, die Bewegungen ganz exakt auszuführen. Dann werden Sie in kurzer Zeit so mit den Übungen vertraut sein, dass Sie sie flüssig und ohne Unterbrechungen aneinanderreihen können. Ihr Muskeltonus verbessert sich und Sie fühlen sich schon bald kräftiger, beweglicher und aufrechter - und genau das ist das Ziel.

 

Michaela Bimbi-Dresp

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