Peterhansel und Despres haben Triumph vor Augen

+
Stephane Peterhansel hat 42:57 Minuten Vorsprung

Pisco - Stéphane Peterhansel hat seinen zehnten Triumph bei der Dakar-Rallye vor Augen und kann voraussichtlich am Sonntag im Ziel mit seinem französischen Landsmann Cyril Despres feiern.

Pisco (SID) - Rekordsieger Stéphane Peterhansel hat seinen zehnten Triumph bei der Dakar-Rallye unmittelbar vor Augen und wird voraussichtlich am Sonntag im Ziel in Perus Hauptstadt Lima zusammen mit seinem französischen Landsmann Cyril Despres feiern können. Peterhansel holte in seinem Mini des hessischen X-raid-Teams am Samstag auf den noch einmal turbulenten 375 Kilometern mit 275 Kilometern Wertungsprüfung von Nasca nach Pisco vor dem Südafrikaner Giniel de Villiers und dem deutschen Co-Piloten Dirk von Zitzewitz (Karlshof) seinen insgesamt 60. Dakar-Tageserfolg und setzte sich in der Gesamtwertung jetzt auf 42:57 Minuten von Teamkollege Joan Roma aus Spanien ab. Für X-raid-Teamchef Sven Quandt wird es der erste Dakar-Erfolg mit seinem eigenen Rennstall.

Motorrad-Pilot Despres gelang auf dem vorletzten Teilstück der wohl entscheidende Konter gegen seinen KTM-Kollegen Marc Coma aus Spanien. Auch er dürfte sich am Sonntag auf den letzten 29 Wertungskilometern auf dem 283 Kilometer langen Weg nach Lima seine 11:03 Minuten Vorsprung nicht mehr nehmen lassen.

Peterhansel, der nach zuvor sechs Motorrad-Erfolgen schon 2004, 2005 und 2007 auf vier Rädern erfolgreich war, fand mit seinem Co-Piloten Jean-Paul Cottret den besten Weg durch die vielen Dünenfelder, während sich Roma festfuhr und viel Zeit einbüßte. Am Ende hatte er 22:57 Minuten Rückstand auf Peterhansel.

Ähnlich zielsicher wie Cottret lotste auch von Zitzewitz seinen Piloten de Villiers auf den zweiten Platz der Tageswertung mit nur 8:29 Minuten Rückstand auf "Peter". "Heute haben wir uns wieder einmal festgefahren, doch diesmal war es eine echt sportliche Einlage für mich. Ich musste Giniel anschieben, damit er über die Dünenkuppe kam und ihm etwa 300 Meter hinterherlaufen", sagte von Zitzewitz: "Wir haben von dieser Zeit viel wieder gutgemacht, als es an einem Wegpunkt etwas Konfusion mit der Navigation gab. Dort habe ich als Erster den Weg herausgefunden." In der Gesamtwertung liegt das Sieger-Duo von 2009, das mit seinem Toyota Hilux vor der Rallye auf Rang fünf gehofft hatte, als Dritter sogar auf einem Podestplatz, 1:15:09 Stunden hinter Peterhansel.

Durch Platz drei in der Tageswertung (12:55 Minuten zurück) nach dem zweiten Rang am Tag zuvor schob sich der Russe Leonid Nowizki in einem weiteren X-raid-Mini mit seinem Münchner Beifahrer Andreas Schulz noch auf Gesamtposition vier (2:12:56), da NASCAR-Star Robby Gordon (USA/2:20:05) durch Festfahren und einen spektakuklären Überschlag mehr als 36 Minuten einbüßte.

Bei den Motorrädern verlor Vorjahressieger Coma, der als Spitzenreiter ins 13. Teilstück gegangen war, durch Getriebeprobleme und einen Navigationsfehler 12:38 Minuten auf Despres, der seinen vierten Gesamtsieg nach 2005, 2007 und 2010 holen dürfte. Coma hatte 2006 und 2009 triumphiert und sich in diesem Jahr ein faszinierendes Duell mit Despres geliefert. 2008 war die Rallye wegen Terrorwarnungen in Afrika abgesagt worden, seitdem findet der Klassiker in Südamerika statt. Den Tagessieg am Samstag holte sich erstmals bei dieser Rallye der Portugiese Helder Rodrigues mit 47 Sekunden Vorsprung vor Despres.

Auch interessant

Kommentare