"Peter" vor Dakar-Sieg - von Zitzewitz Dritter

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Stéphane Peterhansel (r.) steht kurz vor dem Sieg

Arequipa - Stéphane Peterhansel steht nach dem ersten Etappensieg auf peruanischem Boden dicht vor seinem zehnten Dakar-Sieg, Dirk von Zitzewitz ist mit Rang drei auf Podiumskurs.

Arequipa (SID) - (SID) - Stéphane Peterhansel steht nach dem historischen ersten Etappensieg auf peruanischem Boden dicht vor seinem zehnten Dakar-Sieg, Dirk von Zitzewitz ist mit seinem Piloten Giniel de Villiers auf Podiumskurs. Der Franzose Peterhansel setzte sich in seinem Mini des hessischen X-raid-Teams am Donnerstag nach insgesamt 598 Kilometern von Arica in Chile nach Arequipa in Peru mit 3:44 Minuten Vorsprung vor seinem spanischen Teamkollegen Joan Roma durch und schüttelte auf der 11. von 14 Etappen vor allem endgültig seinen Verfolger Robby Gordon ab, der 1:50:40 Minuten verlor.

Der US-Amerikaner, der trotz einer Disqualifikation durch die Jury wegen eines dagegen eingelegten Protestes weiter in der Wertung war, hatte nach 199 der insgesamt 478 Wertungskilometer offenbar wegen technischer Probleme mit seinem Hummer mehr als eineinhalb Stunden anhalten müssen und damit alle Hoffnungen auf den Sieg eingebüßt. Vor Beginn der Etappe hatte sein Rückstand noch weniger als 20 Minuten betragen.

Davon profitierten auch de Villiers und von Zitzewitz (Südafrika/Karlshof). Die Dakar-Sieger von 2009 kamen in ihrem Toyota Hilux als Vierte im Etappenziel an und sind in der Gesamtwertung jetzt Dritte. Ihr Rückstand auf Dakar-Rekordsieger Peterhansel beträgt 1:11:01 Stunden, ihr Vorsprung vor dem jetzt viertplatzierten Gordon beträgt fast eine, der auf Peterhansels Mini-Kollegen Leonid Nowitzki/Andreas Schulz (Russland/München) sogar mehr als eine Stunde. Der zweitplatzierte Roma liegt 22:49 Minuten hinter Peterhansel.

"Was für ein harter Dakar-Tag, unsere Peru-Premiere war alles andere als leicht. Vor allem für das Material war es heute sehr hart und selbst meine beiden Kilometerzähler sind ausgefallen. Ich musste daraufhin bei der Navigation sehr improvisieren. Dazu haben wir uns heute noch eine Felge kaputt gefahren - angekommen zu sein ist wirklich erleichternd", sagte von Zitzewitz, der mit dem Sprung auf Platz drei "mehr als zufrieden" ist: "Um ehrlich zu sein: Das ist der Hammer. Aber: Wir haben viel erreicht, nichts gewonnen. Es warten extrem harte Etappen auf uns, die es erst zu überstehen gilt." Stephan Schott/Holm Schmidt (Frankfurt/Markranstäd) hatten in ihrem BMW X3 des X-raid-Teams lediglich 41:31 Minuten Rückstand und verpassten in der Tageswertung nur knapp die Top 10.

Bei den Motorradfahrern setzte sich Spitzenreiter Cyril Deprès (Frankreich) im Duell mit seinem KTM-Kollegen Marc Coma (Spanien) durch seinen vierten Etappensieg wieder ein bisschen ab und vergrößerte sein Polster von 21 Sekunden wieder um 2:01 auf 2:22 Minuten. Deprès hatte während der Etappe zum vor ihm gestarten Coma aufgeschlossen und war dann clever im Windschatten seines Rivalen geblieben. Zweiter in der Tageswertung noch vor Vorjahressieger Coma wurde dessen Landsmann Gerard Farres Guell (KTM/1:39 Minuten zurück).

Die 33. Rallye Dakar, die am Neujahrstag in Mar del Plata in Argentinien begonnen hatte, endet am Sonntag nach insgesamt 8377 Kilometern in der peruanischen Hauptstadt Lima.

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