NBA-Lockout: Heiße Verhandlungsphase steht an

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Vor der heißen Verhandlungsphase: David Stern

New York City - Drei Monate nach dem Beginn des NBA-Lockouts gehen die Verhandlungen zwischen Klubvertretern und Spielergewerkschaft in die heiße Phase.

New York (SID) - Drei Monate nach dem Beginn des NBA-Lockouts gehen die Verhandlungen zwischen Klubvertretern und Spielergewerkschaft in die heiße Phase. Laut NBA-Commissioner David Stern ist im Streit um einen neuen Tarifvertrag schon in den kommenden Tagen mit einer Entscheidung zu rechnen. "Lasst uns die beiden Parteien zusammenbringen und sehen, ob es eine Saison gibt oder nicht. Genau das steht an diesem Wochenende auf dem Spiel", sagte der Boss der nordamerikanischen Basketball-Profiliga.

Am Dienstag hatten in New York zweistündige Kleingruppen-Gespräche stattgefunden, Ergebnisse konnten danach nicht präsentiert werden. Auch am Mittwoch kam man bei vierstündigen Diskussionen nicht weiter. Das nächste Treffen ist für Freitag angesetzt.

"Entweder wir machen gute oder gar keine Fortschritte. In letzterem Fall ginge es nicht mehr nur darum, ob wir die Saison rechtzeitig starten können. Wir riskieren viel mehr, sollte es keinen Schritt nach vorn geben", sagte Stern. Es droht die erstmalige Absage einer gesamten NBA-Spielzeit.

Auch Derek Fisher, Präsident der Spielergewerkschaft NBPA, drängt auf eine Entscheidung. "Wenn wir nicht sehr schnell auf einen Nenner kommen, ist der planmäßige Saisonstart in Gefahr", sagte der ehemalige Profi. Eigentlich sollen NBA-Champion Dirk Nowitzki und die anderen Profis am 1. November wieder spielen.

Bislang bereiten sich die Teams nicht auf die Saison vor, der Start der Trainingscamps wurde in der vergangenen Woche bis auf Weiteres verschoben. Auch fest geplante Vorbereitungsspiele finden nicht statt. Die Frage, ob die Mannschaften auch ohne Tests in den Spielbetrieb einsteigen könnten, wollte Stern nicht beantworten. "Ich sollte mich nicht mit Hypothesen beschäftigen."

Der Lockout war zum 1. Juli in Kraft getreten, weil sich die beiden Parteien nicht auf einen Tarifvertrag einigen konnten. Stern fordert eine Reduzierung der Gehälter um insgesamt 800 Millionen Dollar (560 Millionen Euro). Die Klubs sollen seit Inkrafttreten der letzten Tarif-Vereinbarung im Jahr 2005 mehr als eine Milliarde Dollar Verlust gemacht haben.

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