NBA: Ende des Tarifstreits in Sicht

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NBPA-Geschäftsführer Billy Hunter

New York City - Eine Lösung im seit fast vier Monate andauernden Tarifstreit der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA steht offenbar kurz bevor.

New York (SID) - Eine Lösung im seit fast vier Monate andauernden Tarifstreit der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA steht offenbar kurz bevor. Schon am Freitag könnte es zu einer Einigung zwischen den Vertretern der Liga und der Spielergewerkschaft NBPA kommen. Nach wochenlangem Stillstand wurden erstmals wieder positive Signale gesendet. Plötzlich ist sogar die Durchführung einer kompletten Saison wieder denkbar.

"Eine Einigung ist in greifbarer Nähe", sagte NBPA-Geschäftsführer Billy Hunter nach knapp achtstündigen Gesprächen am Donnerstag in Manhattan. Auch die Gegenseite gab sich zumindest vorsichtig optimistisch. "Wir haben Fortschritte gemacht. Es gibt keine Garantie, dass wir es hinbekommen. Aber wir werden morgen alles versuchen", erklärte NBA-Boss David Stern mit Blick auf die nächste Gesprächsrunde. Details über die Ergebnisse des letzten Treffens wurden nicht bekannt.

Vor wenigen Tagen war wegen der stockenden Verhandlungen noch darüber spekuliert worden, dass nach der Absage der ersten beiden Wochen weitere Spiele gestrichen werden könnten. Jetzt haben sich die beiden Seiten scheinbar angenähert.

Sollte der Lockout an diesem Wochenende beendet werden, ist sogar denkbar, dass eine komplette Saison mit 82 Spieltagen absolviert wird. "Wir sind uns mit der Spielergewerkschaft darüber einig, dass so viele Spiele wie möglich ausgetragen werden sollen", so Stern. Die neue Spielzeit hätte für Dirk Nowitzki und Co. eigentlich am kommenden Dienstag beginnen sollen. "Wenn es eine komplette Saison mit 82 Spielen geben soll, müssen wir Sonntag oder Montag zu einer Einigung kommen. Ich denke, das ist möglich", sagte Hunter.

Knackpunkt in den Verhandlungen ist in erster Linie die Verteilung der Klubeinnahmen. Derzeit wird ein Anteil von 57 Prozent an die Profis weitergegeben, die Liga möchte künftig nur noch 50 Prozent zahlen. Zuletzt hatte die NBPA ihre Forderung auf 52,5 Prozent reduziert, doch die Klubs lehnten den Kompromiss ab. Der Lockout war zum 1. Juli in Kraft getreten, weil sich die beiden Parteien nicht auf einen neuen Tarifvertrag hatten einigen können.

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