NBA: Bundesgericht öffnet Weg für verkürzte Saison

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LeBron James

Minnesota - Das Bundesgericht in Minnesota hat die Aussetzung der kartellrechtlichen Klage der Spieler gegen die NBA bestätigt und damit den Weg für eine verkürzte Saison freigemacht.

Minnesota (SID) - Das Bundesgericht in Minnesota hat die Aussetzung der kartellrechtlichen Klage der Spieler gegen die nordamerikanische Basketball-Profiliga NBA bestätigt und damit den Weg für eine verkürzte Saison freigemacht. Nach fast fünfmonatigem Streit um die Verteilung der jährlichen Klubeinnahmen von rund vier Milliarden Dollar (2,96 Milliarden Euro) sind die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass beide Seiten einen neuen Tarifvertrag ausarbeiten und voraussichtlich am 25. Dezember den Spielbetrieb wieder aufnehmen können.

"Wir sind begeistert über die provisorische Einigung und wollen jetzt bald wieder Basketball spielen", kommentierte LeBron James, Star der Miami Heat, die neue Situation. Nach der nun favorisierten Regelung soll die Saison 16 Spieltage kürzer sein, es soll aber keine Abstriche in der Play-off-Phase geben. Die reguläre Saison würde nach 66 Spieltagen zehn Tage später enden als zuletzt, die Play-offs zwei Wochen später als 2011 beim Triumph der Dallas Mavericks mit ihrem deutschen Star Dirk Nowitzki.

Eine Konsequenz aus der Situation wird auch sein, dass die Klubs in erster Linie innerhalb ihrer Conference spielen und keine weiten Reisen unternehmen. In einem zuvor gefassten provisorischen Plan sollte NBA-Champion Nowitzki mit den Mavericks zur Saisoneröffnung gegen Finalgegner Miami Heat antreten.

Als nächstes soll die Spielergewerkschaft neu gegründet und die Einigung mit den Klubvertretern erzielt werden. Aus diesem Grund wurden zuletzt Briefe an 450 Spieler verschickt, um die Zustimmung zur Neugründung der aufgelösten Spielergewerkschaft NBPA einzuholen. Sollten die Spieler ihr Okay geben, müsste anschließend die Mehrheit dem neuen Deal mit der Liga zustimmen.

Die Spieler waren zum 1. Juli ausgesperrt worden, weil wegen der Uneinigkeit beider Seiten kein neuer Tarifvertrag aufgesetzt werden konnte. Alle Spiele bis zum 15. Dezember wurden abgesagt, die Verhandlungen Mitte des Monats abgebrochen. Die Spieler reichten anschließend Klage vor einem Gericht in Minnesota ein, um ein Ende des Lockouts zu erreichen.

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