Márquez hofft auf Wunder - Bradl Tagesschnellster

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WM-Spitzenreiter Stefan Bradl

Valencia - Stefan Bradl muss weiter warten: Auch am Freitag blieb offen, ob sein einziger Titelkonkurrent Marc Márquez beim Saisonfinale der Motorrad-WM in Valencia an den Start gehen wird.

Valencia (SID) - WM-Spitzenreiter Stefan Bradl muss weiter warten: Auch am Freitag blieb offen, ob sein einziger Titelkonkurrent Marc Márquez beim Saisonfinale der Motorrad-WM in Valencia an den Start gehen wird. Aufgrund der Folgen eines Trainingssturzes ist der Spanier momentan nicht in der Lage, auf seine Maschine zu steigen. "Ich werde den Samstagvormittag noch abwarten. Wenn der Arzt sagt, dass es geht - dann fahre ich. Vielleicht kommt ja noch irgendein Wunder," sagte Márquez bei Sport1.

Der 18-Jährige war beim Auftakt nur als Zuschauer an der Strecke und sah, wie Bradl schnelle Runden drehte. Im Training fuhr der 21-Jährige auf feuchter Strecke in 1:41,777 Minuten Tagesbestzeit. Sollte Márquez am Samstag nicht am Qualifying teilnehmen, wäre das WM-Rennen vorzeitig entschieden und Bradl hätte den ersten Weltmeistertitel eines deutschen Piloten seit 18 Jahren sicher.

Bradl hofft auf einen Start des Kontrahenten. "Für Marc Márquez tut es mir leid, ich würde auch am liebsten die Entscheidung auf der Strecke haben und nicht so wie es jetzt im Moment aussieht, ohne die Beteiligung von Marc", sagte der Kalex-Pilot. Bradl würde im Falle eines Starts von Márquez ein 13. Platz zum Titelgewinn reichen.

Márquez leidet weiter an Sehstörungen, ein Start am Sonntag (12.15 Uhr/Sport1) sei eher unwahrscheinlich, sagte der amtierende 125ccm-Champion. Seine Sehstärke betrage vielleicht 45 Prozent, so Márquez: "Auf der rechten Seite sehe ich zum Beispiel alles deutlich - aber dafür auf der linken alles doppelt."

In der Achtelliterklasse war Sandro Cortese zu Beginn des Rennwochenendes nicht zu schlagen. Der 21-Jährige aus Berkheim fuhr im Training zum letzten Lauf in der 62-jährigen Geschichte der 125er in 1:56,927 Minuten Bestzeit. Die kleinste der drei Klassen wird im kommenden Jahr von der Moto3 abgelöst. Marcel Schrötter(Vilgertshofen/1:58,335) belegte den fünften, Jonas Folger (Schwindegg/1:58,363) den sechsten und Wildcard-Starter Kevin Hanus (Nürnberg/2:04,255) den 31. Platz. WM-Spitzenreiter Nicolás Terol (Spanien/1:59,549) kam auf Rang zehn.

Als die MotoGP-Piloten zum ersten Mal nach dem tragischen Unfalltod des Italieners Marco Simoncelli auf die Strecke gingen, fuhr Weltmeister Casey Stoner die Topzeit. Der Australier verwies den Spanier Dani Pedrosa sowie Simoncellis Landsmann Valentino Rossi auf die Plätze zwei und drei.

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