Manager Nethery verlässt die Düsseldorfer EG

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Die DEG hat sich von ihrem Manager getrennt

Düsseldorf - Manager Lance Nethery und der finanziell angeschlagene Eishockey-Traditionsklub Düsseldorfer EG gehen ab sofort getrennte Wege.

Düsseldorf (SID) - Manager Lance Nethery und der finanziell angeschlagene Eishockey-Traditionsklub Düsseldorfer EG gehen ab sofort getrennte Wege. Beide Parteien gaben die vorzeitige Auflösung des bis zum Saisonende laufenden Vertrages im Rahmen einer Pressekonferenz am Mittwoch bekannt. Netherys Nachfolger wird aller Voraussicht nach Walter Köberle. Das DEG-Urgestein, das bereits seit 1971 im Klub beschäftigt ist, soll bereits am Donnerstag offiziell vorgestellt werden.

"Die Trennung erfolgt im beiderseitigen Einvernehmen. Ich trage die Idee eines Neuanfangs der DEG mit", sagte Nethery: "Für die Zukunft ist das Konzept, auf eine jüngere und preisgünstigere Mannschaft zu setzen, das richtige Signal." DEG-Geschäftsführer Elmar Schmellenkamp lobte den Kanadier: "Sein Verhalten war bis zum Schluss von Fairness, Sachlichkeit und Professionalität geprägt."

Durch die Trennung dürfte der achtmalige deutsche Meister aber die Gehaltskosten zumindest ein wenig senken. Die DEG muss durch den Ausstieg ihres bisherigen Hauptsponsors in ihrem 5,5-Millionen-Euro-Etat eine Lücke von 3,5 Millionen Euro schließen. Im Dezember hatte der Klub bereits eine Zusage über 700.000 Euro durch einen anonymen Spender erhalten. Die kommende Saison in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ist immer noch nicht gesichert.

Netherys Nachfolger dürfte der 63-Jährige Köberle werden, der sich zurzeit als Teammanager um organisatorische Dinge kümmert. "Ich hätte Lust dazu, an entscheidender Position mitzuhelfen, die DEG am Leben zu erhalten", sagte der ehemalige Nationalspieler dem SID: "Düsseldorf war mal die Eishockey-Hochburg in Deutschland. Wir werden zwar in Zukunft kleinere Brötchen backen müssen, aber im Klub steckt nach wie vor viel Potenzial."

Nethery war 2005 zu den Düsseldorfern gekommen. Unter seiner sportlichen Leitung erreichten die Rheinländer in den vergangenen sechs Spielzeiten fünfmal mindestens das DEL-Halbfinale. Den Wunsch vom neunten Meistertitel, auf den der Klub seit 1996 wartet, konnte Nethery den Fans jedoch trotz großzügiger finanzieller Mittel nicht erfüllen.

Hinweis an die Redaktionen: Wir senden in Kürze dazu einen Bericht. Autor ist Jörg Soldwisch. (40 Zeilen)

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