Liverpool: Rassismus-Vorfall überschattet Sieg

+
Rassismus-Vorfall überschattet Sieg von Liverpool

Liverpool - Der FC Liverpool muss sich nach 2:1-Sieg gegen Manchester United im Schlagerspiel der vierten Runde des englischen Fußball-Pokals erneut mit Rassismus-Vorwürfen auseinandersetzen.

Liverpool (SID) - Erst Skandalprofi Luis Suárez, jetzt ein unbelehrbarer Fan: Der FC Liverpool muss sich nach 2:1-Sieg gegen Manchester United im Schlagerspiel der vierten Runde des englischen Fußball-Pokals erneut mit Rassismus-Vorwürfen auseinandersetzen. Nachdem Liverpool-Angreifer Suárez im vergangenen Oktober beim Ligaspiel gegen ManU seinen Gegenspieler Patrice Evra als "Neger" bezeichnet haben soll, wurde der Franzose nun von einem Fan der Gastgeber auf der Tribüne gestenreich als "Affe" verunglimpft.

Nachdem Bilder des Anhängers im Internet erschienen waren, nahm die Merseyside Police in Liverpool bereits am Samstag Ermittlungen auf. In diesem Zusammenhang wurde mittlerweile ein 59-Jähriger aus Nord-Wales verhaftet. "Nach dem Spiel wurden wir darauf aufmerksam gemacht, dass im Internet entsprechende Bilder kursieren. Wir arbeiten eng mit der Polizei zusammen und bitten unsere Fans, alle Informationen an die Polizei weiterzugeben", hieß es in einem ersten Statement der Reds.

Hochsensibel ist das Thema Rassismus in Liverpool bereits seit dem 15. Oktober 2011. Suárez war vom englischen Fußballverband FA für acht Spiele gesperrt und zu einer Geldstrafe in Höhe von 40.000 Pfund (48.000 Euro) verurteilt worden, nachdem er Evra rassistisch beleidigt haben soll. Die FA hatte erklärt, Suárez habe das Wort "Neger" mehrmals benutzt. Der Stürmer war zudem mit einem weiteren Spiel Sperre belegt worden, weil er nach dem Meisterschaftsspiel beim FC Fulham (0:1) am 5. Dezember den gegnerischen Fans den "Stinkefinger" gezeigt hatte.

Auch interessant

Kommentare