Storls neuer Schocker: Mit 21,43 m ins WM-Finale

+
David Storl stieß neue persönliche Hallenbestweite

Istanbul -

Istanbul (SID) - David Storl hat seine Kugelstoß-Kollegen wie beim WM-Gold von Daegu in Runde eins geschockt. Mit persönlicher Hallenbestweite von 21,43 m machte sich der 21 Jahre alte Chemnitzer zum Auftakt der Hallen-WM in Istanbul als Sieger der Qualifikation erneut zum Favoriten. "Jetzt halte ich gleich mal Mittagsschlaf, schließlich bin ich heute morgen um 6 Uhr aufgestanden. Das Gute heute Abend im Finale ist, dass wir alle sechs Versuche haben. Da bleibe ich entspannt", meinte der 1,98 m lange Sachse.

Storl, der nur beim WM-Sieg mit 21,78 m, zuvor in der Qualifikation von Daegu (21,60) und beim Meeting im sächsischen Thum (21,49) jemals weiter stieß, erzielte die beste Weite aller gleich im ersten Versuch der Qualifikation. Dahinter folgten der mit 21,87 m die Hallen-Weltrangliste anführende Ex-Weltmeister Reese Hoffa (USA/21,23) und Polens Olympiasieger Tomasz Majewski (21,17). Bereits ausgeschieden ist als Neunter mit schwachen 19,84 m der Kanadier Dylan Armstrong, der 2011 als Weltranglisten-Erster (22,21) bei Storls WM-Triumph von Daegu Silber gewonnen hatte. Der deutsche Vize-Hallenmeister Candy Bauer (LV Erzgebirge) schied nach zwei ungültigen Stößen mit 19,60 m als 15. aus.

Das 60-m-Halbfinale am Samstag erreichte Christian Blum. Der Wattenscheider kam als Vorlaufzweiter in 6,74 Sekunden weiter. Dagegen scheiterte völlig überraschend Cindy Roleder in Runde eins über 60 m Hürden. Die Leipzigerin, mit der viertbesten Saisonzeit aller Teilnehmerinnen angereist (7,96 Sekunden), wurde irritiert, weil sie im Vorlauf an den Fehlstart einer anderen glaubte, und scheiterte als Sechste in 8,35 Sekunden chancenlos. "Bevor nicht ein zweiter Schuss als Zeichen des Fehlstarts ertönt, darf man nicht zögern. Schade, sie hätte in Medaillennähe kommen können", meinte Cheftrainer Herbert Czingon.

Gescheitert waren zuvor David Storls Klubkameradin Kristin Gierisch und Carolin Walter. Die Chemnitzer Dreispringerin Gierisch verfehlte mit 13,67 m und Rang 17 den Vorstoß ins Finale, die Leverkusener 800-m-Läuferin Walter war als Dritte ihres Vorlaufs in 2:03,61 Minuten nur Zwölfbeste in Runde eins.

Auch interessant

Weitere Themen

Kommentare