Leichtathletik-WM 2015 und 2017 in ARD und ZDF

IAAF gibt ARD und ZDF den Zuschlag

Köln - Nach dem langen Hick-Hack um die TV-Übertragung der Leichtathletik-WM 2011 haben ARD und ZDF nun frühzeitig den Zuschlag für die TV-Rechte für die Zeit von 2014 bis 2017 bekommen.

Köln (SID) - Nach dem langen Hick-Hack um die TV-Übertragung der Leichtathletik-WM 2011 haben ARD und ZDF nun frühzeitig den Zuschlag für die TV-Rechte für die Zeit von 2014 bis 2017 bekommen. Leichtathletik-Weltverband IAAF hat offensichtlich aus den Querelen gelernt und die Rechte, die die Weltmeisterschaften 2015 (Peking) und 2017 (London) beinhalten, wieder an die Europäischen Broadcasting Union EBU verkauft. Die EBU war bereits von 1983 bis 2009 IAAF-Partner.

Die IAAF war wegen des aus ihrer Sicht unzureichenden Angebotes der EBU aus dem langjährigen Vertrag ausgeschert und hatte die Rechte über ihren schwedischen Vermarkter IEC in den europäischen Ländern veräußert. In Deutschland hatten die öffentlich-rechtlichen Sender für die Live-Übertragung der Weltmeisterschaften 2011 und 2013 sieben Millionen Euro geboten, IEC hatte rund 17 Millionen gefordert. Am Ende schloss SportA, die Rechteagentur von ARD/ZDF, erst wenige Wochen vor Beginn der WM 2011 in Daegu/Südkorea einen Vertrag, der auch nur für diese WM galt.

Die Übertragung der Weltmeisterschaft 2013 in Moskau ist noch nicht gesichert, noch verhandeln ARD/ZDF mit IEC. "Die Rechte werden wie für 2011 an nationale Anstalten verkauft. Ich hoffe, dass es diesmal eine frühere Einigung gibt", erklärte Helmut Digel, als Councilmitglied der IAAF zuständig für den Bereich Vermarktung und Fernsehen, auf SID-Anfrage.

IAAF-Präsident Lamine Diack sagte zum neuen Vertrag, man sei sehr erfreut über die Fortsetzung der Partnerschaft mit der EBU. Der Kontrakt sichere nicht nur die finanzielle Zukunft der Leichtathletik-Bewegung bis Ende 2017, er garantiere auch die größtmögliche Verbreitung der TV-Bilder von den Premium-Events in den wichtigsten Ländern.

Die EBU besteht aus 74 Mitgliedern, die über 54 Nationen in Europa, Nordafrika und den Mittleren Osten verteilt sind. Durch sie werden 200 TV-Kanäle, 600 Radiostationen und 800 Websites abgedeckt.

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