Lazio wegen Wettskandal im Visier der Ermittler

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Staatsanwälte schauen mit Adleraugen auf Lazio Rom

Rom - Lazio Rom, der Klub des deutschen Nationalspielers Miroslav Klose, gerät immer mehr ins Visier der Staatsanwälte.

Rom (SID) - Lazio Rom, der Klub des deutschen Nationalspielers Miroslav Klose, gerät immer mehr ins Visier der Staatsanwälte, die im ausgedehnten Wett- und Manipulationsskandal im italienischen Fußball ermitteln. Der Staatsanwalt von Cremona, Roberto Di Martino, hat offenbar konkrete Beweise gesammelt, dass die Lazio-Spiele der Vorsaison beim FC Genua (4:2) und bei US Lecce (4:2) manipuliert gewesen sein könnten.

Der Verdacht der Ermittler wurde angeblich in den jüngsten Verhören des ehemaligen Kapitäns von Atalanta Bergamo, Cristiano Doni, und anderen Verdächtigten, darunter des Ex-Verteidigers des Zweitlisten Piacenza Calcio, Carlo Gervasoni, bestätigt. Lazio wies den Verdacht der Beteiligung an Manipulationen entschieden zurück. "Der Klub hat mit diesem Skandal überhaupt nichts zu tun", versicherte Lazio-Sprecher Stefano Di Martino.

Beim Duell Lecce gegen Lazio soll die internationale Betrügerbande sieben Lecce-Spieler bestochen haben. Das geht aus den Ermittlungsakten hervor. Allen wird Sportbetrug und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Sollten die Beweise ausreichen, drohen den Beschuldigten bis zu 17 Jahre Gefängnis.

Der Wett- und Manipulationsskandal im italienischen Fußball scheint sich zum Flächenbrand auszuweiten. Der Staatsanwalt von Cremona, Roberto Di Martino, kündigte an, er werde weitere Spiele ins Visier nehmen. Einen Beitrag zu den Ermittlungen leistete Doni, der zugab, das Serie B-Matchs des 19. März 2011 zwischen seinem Verein Atalanta Bergamo und Piacenza (3:0) manipuliert zu haben.

Er habe sich mit dem Piacenza-Torwart Mario Cassano über einen Elfmeter geeinigt, den Doni dank der Absprache leicht verwandeln konnte. Doni versicherte, dass der inzwischen in die Serie A aufgestiegene Klub Atalanta von der Manipulation nichts gewusst und dass er als Spieler allein gehandelt habe. Die Ermittler glauben ihm aber offenbar nicht. Sollte Atalantas Verwicklung in die Affäre bestätigt werden, droht dem Erstligisten den Abstieg in die Serie B.

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